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Höchster Baumprotest der Welt in Tasmanien

Urwald-Schutzstation

In die Krone eines majestätischen Urwaldbaumes auf der Insel Tasmanien haben Greenpeace-Aktivisten heute Morgen gemeinsam mit Australiens größter Umweltschutzorganisation Wilderness Society aus Protest gegen die Abholzung eine Schutzstation gebaut. Die Umweltschützer aus Deutschland, Australien, Japan und Kanada werden auf der Station leben, um den Eukalyptusbaum vor dem Einschlag zu bewahren. Mit Satelliten-Telefon und Laptop können sie über die fortschreitende Zerstörung des tasmanischen "Styx"-Urwalds berichten. In Tasmanien wachsen die größten und ältesten Eukalytpus-Bäume der Erde. 75 Prozent wurden bereits für die Produktion von Papier vernichtet.

"Über 400 Jahre alte und bis zu 85 Meter hohe Urwaldriesen dürfen nicht weiter zerschreddert und zu Papier verarbeitet werden", sagt Dr. Thomas Henningsen, Waldexperte bei Greenpeace Deutschland. "Die australische Regierung muss diesen wertvollen Urwald endlich unter Schutz stellen. Zudem müssen sich die zur Zeit in Montreal tagenden Politiker endlich dafür einsetzen, dass die globale Zerstörung der letzten Urwälder aufgehalten wird."

In Montreal beraten auf der SBSTTA-Konferenz ("Subsidiary Body on Scientific, Technical and Technological Advice") Regierungsvertreter noch bis zum 14. November, wie die weltweite Artenvielfalt erhalten werden kann. Über ihre Vorschläge wird im Februar 2004 auf der UN-Konferenz zum Schutz von Urwäldern und Meeren in Malaysia entschieden. Greenpeace fordert die sofortige Einrichtung eines globalen Netzwerkes von Schutzgebieten. Dieses muss groß genug sein, um den dramatischen Verlust an Arten- und Lebensraumvielfalt zu stoppen.

Der "Styx"-Urwald liegt im südwestlichen Tasmanien, unweit der Hauptstadt Hobart. Er ist Lebensraum selten gewordener Vögel und Tiere wie Keilschwanzadler, Opossum und Wombats. Trotz langjähriger Proteste der tasmanischen Bevölkerung und australischer Umweltschützer lässt die tasmanische Firma Gunns Ltd. im Urwald einschlagen und exportiert jährlich über fünf Millionen Tonnen Holzchips. Abnehmer sind überwiegend japanische Konzerne wie Oji Paper, Nippon Paper Industries und Mitsubishi Paper Mills Ltd., die aus den zerhackten Bäumen Papier produzieren.

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