Getestet
Erste SARS-Impfungen in China
Yin Hongzhang von der Chinesischen Food and Drug Administration beteuerte, dass das Vakzin Affen vor der Erkrankung schütze. Hergestellt werde der Impfstoff, der aus getöteten Viren stammt, im Pekinger Biotechnologie-Unternehmen Sinovac. Bereits im Oktober wurde der Impfstoff von den chinesischen Behörden zugelassen. Nach Angaben von Sinovac gibt es bereits jede Menge Freiwillige, die sich für Testimpfungen zur Verfügung stellen. In den ersten Versuchen werden üblicherweise rund 100 Personen getestet, bei den SARS-Impfungen sollen allerdings schon 1.400 Einzeldosen bereitstehen.
Europäische und amerikanische Forscher äußerten sich gegenüber der schnellen Reaktion der Chinesen skeptisch, da normalerweise umfangreiche Tierversuche durchgeführt werden, ehe ein Impfstoff am Menschen untersucht wird. "Das Vakzin gegen SARS mag ja keine sofortigen Nebenwirkungen haben", erklärt Albert Osterhaus, Impfspezialist an der Erasmus Universität in den Niederlanden, der ebenfalls verschiedene Vakzine gegen SARS untersucht. Der Wissenschaftler fürchtet, dass es nach einer Immunantwort auf den Impfstoff zu einer noch gefährlicheren SARS-Infektion kommen könnte. Es sei nicht ausreichend zu sagen, dass Affen kurzfristig gegen den Erreger immun sind. "In Tests muss untersucht werden, wie die Immunreaktion nach Monaten aussieht. Nur dann kann man davon ausgehen, dass der Impfstoff auch tauglich ist", so Osterhaus. Ein solches Problem gab es zum Beispiel in den 60er Jahren bei der Masern-Impfung.
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Am 27. Nov. 2003 unter:
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