Aus für Atomkraftwerk

Stade wird ausgeschaltet

Das Atomkraftwerk Stade in Niedersachsen wird nach mehr als drei Jahrzehnten Betriebszeit in wenigen Tagen abgeschaltet. Der Grund dafür sind wirtschaftliche Aspekte, so die Betreiber. Der Reaktor werde "Mitte November" heruntergefahren, sagte am Dienstag die Sprecherin des Energiekonzerns E.ON, Petra Uhlmann, in Hannover. Ein genauer Termin werde Ende dieser Woche bekannt gegeben. Die anschließenden Rückbauarbeiten sollen bis 2015 andauern.

Durch die Abschaltung des dienstältesten norddeutschen Atommeilers in der Nähe von Hamburg werden Transporte von bis zu 40 Behältern mit abgebrannten Brennelementen und hochradioaktiven Abfällen erforderlich. Für die während des Rückbaus anfallenden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle soll auf dem Kraftwerksgelände ein Zwischenlager entstehen.

Das Atomkraftwerk Stade war 1972 ans Netz gegangen. Der größte Druckwasserreaktor der Bundesrepublik hatte eine Nettoleistung von 630 Megawatt. Eigentümer des Kraftwerkes sind zu zwei Drittel die E.ON Kernkraft und zu einem Drittel die Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW). Etwa die Hälfte der derzeit 300 Mitarbeiter in Stade soll in den kommenden Jahren beim Rückbau des Standorts weiterbeschäftigt werden.

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