Klimaschutz

Aktionstag für Erneuerbare Energien

Eine breite Allianz deutscher Umwelt- und Naturschutzorganisationen fordert die Bundesregierung anlässlich eines am Mittwoch in Berlin stattfindenden Aktionstages auf, Erneuerbare Energien weiter massiv auszubauen. Die Umweltschützer halten die Erneuerbaren Energien für dringend notwendig, um die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen. Das entscheidende Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) müsse beibehalten und ausgeweitet werden. Die Organisationen erwarten daher von der Regierung, dass sie den umweltfreundlichen Energieträgern nicht die Einspeisevergütung kürze. Zudem dürfe es bei den Abgaben der Industrie für den Ökostrom keine weiteren Ausnahmen geben.

Dies würde das EEG aushöhlen und damit 130.000 Arbeitsplätze und den Klimaschutz gefährden. Greenpeace, WWF, BUND, NABU, ROBIN WOOD, Deutsche Umwelthilfe, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und Germanwatch, die alle am Aktionstag teilnehmen, forderten die Bundesregierung auf, an den deutschen und internationalen Klimaschutzzielen festzuhalten. Da das Ziel der Bundesregierung akut gefährdet sei, den CO2 -Ausstoß bis 2005 um 25 Prozent zu reduzieren, müsse sie jetzt handeln. Den von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) vorgeschlagenen Kürzungen bei den Erneuerbaren Energien erteilten die Umweltverbände ebenso eine Absage wie dem Neubau von Kohlekraftwerken.

Die Umweltorganisationen fordern Clement und Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) auf, sich schnell zu einigen und die Novelle des EEG zu verabschieden. Den Referentenentwurf des Umweltministeriums für das EEG halten die Verbände für eine gute Lösung. Nach ihrer Ansicht soll sich bis 2010 der Anteil der Erneuerbaren Energien verdoppeln und bis 2020 bereits 20 Prozent der Energieerzeugung in Deutschland ausmachen. Innerhalb der nächsten 50 Jahre solle der Anteil dann auf über 50 Prozent steigen. Dafür biete das EEG die geeignete Grundlage.

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