Naturschutz für
Keine neue Hermesbürgschaft für Regenwaldzerstörung!
"Es ist unbegreiflich, wie wenig die Bundesregierung aus der Vergangenheit gelernt hat", kommentiert Barbara Happe von urgewald. "Sie hat den rasanten Zellstoff- und Papierboom in Indonesien mit finanziert und kennt die katastrophalen Auswirkungen: weitflächige und illegale Regenwaldabholzungen in rasantem Tempo, Landrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen."
In den neunziger Jahre gewährte die Bundesregierung Hermes-Deckungen in Höhe von über 350 Millionen Euro für den Ausbau der indonesischen Produktionskapazitäten im Zellstoff- und Papiersektor. Erst die Einstellung der Schuldendienstzahlungen ihres Hauptschuldners APP im März 2001 brachte das Bürgschaftsgeschäft mit Indonesien in diesem Bereich - zumindest zeitweilig - zum Erliegen.
"Wir alle haben die großen Waldbrände von 1997/98 noch vor Augen. Jetzt folgt die nächste Katastrophe. Wie viele Menschen müssen noch ihre Lebensgrundlage in Indonesien verlieren, damit die Bundesregierung nicht mehr vor der Industrielobby einknickt?", fragt sich Peter Gerhardt von ROBIN WOOD. APRIL gehört zu den Firmen, die von der indonesischen Regierung beschuldigt worden sind, die Waldbrände 1997 auf Sumatra mitverursacht zu haben. Ein Motiv der Brandstifter: Sie wollen schnell neue Flächen für die Anpflanzung von Plantagen gewinnen.
Aus gutem Grund hätten deutsche und europäische Handelshäuser Papier von APRIL mittlerweile ausgelistet. Nur die Bundesregierung, die eigentlich mit gutem Beispiel vorangehen sollte, will weiterhin Geschäfte mit der Regenwaldzerstörung fördern.
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Am 06. Nov. 2003 unter:
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Entlassener General Günzel schon mehrfach aufgefallen »
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