Kampagne

Beim Weihnachtseinkauf auf "faire" Geschenke achten

Verschiedene Nichtregierungsorganisationen erhalten Unterstützung für ihre Kampagne zum Kauf von fair gehandelten Waren ein. "Gerade in der Vorweihnachtszeit sollten wir verstärkt darüber nachdenken, wie die Produkte und Lebensmittel hergestellt worden sind, die bald unter'm Weihnachtsbaum liegen werden", sagte Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) am Montag in Berlin.

Ein paar Cent mehr für fair gehandelte Schokolade oder Spielzeug könnten sicherstellen, dass den Herstellern ein angemessener Preis bezahlt wurde und auch sie sich freuen könnten. Viele Kakaobauern und Spielzeughersteller seien kaum in der Lage, von ihrer Arbeit zu leben, weil sie schlecht bezahlt würden. Aus diesem Grund unterstützt Künast die Aktion "fair spielt", getragen von Misereor, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands und anderen Nichtregierungsorganisationen.

Obwohl es seit Jahren einen internationalen Verhaltenskodex des Weltverbandes der Spielwarenindustrie gebe, hätten sich die Arbeitsbedingungen kaum verbessert, kritisierte die Ministerin. Jetzt gehe es darum, dass dieser Verhaltenskodex zur alltäglichen Norm werde. Künast appellierte an die Hersteller, gegenüber ihren Produzentenfirmen auf die Einhaltung der Arbeits- und Lohnnormen in den jeweiligen Ländern zu achten. "Das ist ein Stück konkrete Entwicklungspolitik."

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