Verkehrspolitik
Ergebnisse des Vermittlungsausschusses torpedieren Klimaschutz
Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Die dramatische Schieflage bei den Einsparungen zu Lasten umweltfreundlicher Verkehrsmittel torpediert die Erfolge der letzten Jahre. Seit 1999 geht der Straßenverkehr leicht zurück, während die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Kunden gewinnen. Dieser positive Trend wird zunichte gemacht, wenn der Bundestag am Freitag die Sparbeschlüsse für den öffentlichen Personennahverkehr abnickt. Hier bedarf es dringend einer Nachbesserung."
Die für das kommende Jahr bereits um 400 Mio. Euro gegenüber 2003 gekürzten Investitionen für Erhalt und Ausbau der Schienenwege sollen nach dem Vermittlungsergebnis um weitere 160 Mio. Euro pro Jahr gesenkt werden. Zusätzlich müssen Verkehrsunternehmen und Bahn Kürzungen bei Regionalisierungsmitteln und Gemeindeverkehrsfinanzen hinnehmen. Hinzu kommen bis zu 790 Millionen Euro Kürzungen bei den Schieneninvestitionen durch das Maut-Debakel. Insgesamt drohten so allein im Jahr 2004 bei Bahn und ÖPNV Kürzungen in Milliardenhöhe. Ergebnis wären dramatische Einschränkungen bei umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Mehr Menschen würden wieder das Auto benutzen mit entsprechenden Folgen für Umwelt und Klimaschutz.
Enttäuschend seien die Verhandlungsergebnisse auch beim Abbau ökologisch kontraproduktiver Subventionen wie der Eigenheimzulage und der Entfernungspauschale. Und während die Subventionierung der privaten Nutzung von Dienstwagen bestehen bleibe, solle das steuerfreie Jobticket für Pendler im ÖPNV entfallen. Ein Subventionsabbau beim mit rund fünf Milliarden Euro pro Jahr steuerlich begünstigten Flugverkehr hingegen sei leider kein Thema gewesen.
Timm: "Wenn die Beschlüsse so wie geplant umgesetzt werden, sollte die Bundesregierung jetzt konsequenterweise das Verkehrsministerium gleich ganz einsparen und ins Finanzministerium integrieren. Eine ökologisch und verkehrspolitisch glaubhafte Handschrift ist bei dieser Politik eh nicht erkennbar. Bundesverkehrsminister Stolpe hat nur noch eine Chance, sein Image zu retten: Er muss den Rotstift zurückweisen und diesen fatalen Sparvorschlägen seine Zustimmung verweigern."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 16. Dez. 2003 unter:
nachrichtenStichworte:
« Straffreiheit für Totalverweigerer nach zehnjährigem Verfahren
Deutsche Post verzichtet auf Briefumschläge aus Urwaldholz »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
