EU-Handelsministertreffen
Kein Kurswechsel nach dem Scheitern von Cancún
Die Kommission fordert in ihrem Strategiepapier besonders von Entwicklungsländern mehr Engagement in den Verhandlungen zum Dienstleistungsabkommen GATS, das von Parlamenten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Entwicklungsländern harsch kritisiert wurde. Außerdem drängt sie weiterhin auf Abkommen zu den umstrittenen "Singapur Themen" (Investitionen, Wettbewerb, Öffentliches Beschaffungswesen, Handelserleichterung). Hierbei zeigt die Kommission bezüglich des Weges zu diesen Abkommen allerdings flexibel. So soll jedes der vier Themen unabhängig von den anderen Verhandlungsbereichen verhandelt werden. Auch plurilaterale Abkommen, die nur von einem Teil der WTO-Mitglieder ausgehandelt und unterzeichnet werden, sind eine Option.
Laut Peter Fuchs wird die grundsätzliche Kritik an den Singapur Themen damit erneut ignoriert: "Entwicklungsländer und Zivilgesellschaft lehnen diese Abkommen ab, denn sie hätten katastrophale Auswirkungen auf Sozial-, Umwelt- und Entwicklungspolitik in Nord und Süd." Auch der multilaterale Ansatz ändere daran nichts. "Zahlreiche Entwicklungsländer haben diese Taktik bereits abgelehnt, da sie zurecht befürchten, dass sie durch den Druck der Industrieländer dazu gezwungen werden könnten, die Abkommen zu unterzeichnen," erklärt Fuchs. WEED fordert daher von der Bundesregierung, die Singapur Themen von der Agenda zu nehmen und eine grundsätzliche Reform der existierenden Handelsregeln im Dienste von nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung einzuleiten.
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Am 02. Dez. 2003 unter:
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« Mehrheit der Deutschen lehnt Gentechnik auch im Tierfutter ab
Internet-Angebot für junge Umweltschützer »

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