Atomenergie
Morsleben-Projekt arbeitet Geschichte des DDR-Endlagers auf
Mit der "Wende" entstand eine starke Bewegung gegen den als "Atomklo" bezeichneten Standort. Argumente waren u.a. die Einsturzgefahr des ehemaligen Salzbergwerkes, die Unüberschaubarkeit der Grube, mehrere bekannte Tropfstellen etc. Diverse Klageverfahren führten zu kurzzeitigen Einlagerungsstopps und Wiederinbetriebnahmen. Eine Klage von Anwohnern, dem BUND Sachsen-Anhalt und Greenpeace führte dann zur endgültigen Stillegung. Das Bundesamt für Strahlenschutz verpflichtete sich, auf weitere Einlagerungen zu verzichten.
Seit Jahren schon läuft das Planfeststellungsverfahren für die atomrechtliche Stillegung des Endlagers. In der nächsten Zeit ist mit dem Beginn des öffentlichen Beteiligungsverfahrens zu rechnen. Die inhaltliche Aufarbeitung der Greenkids soll eine erneute Sensibilisierung der Öffentlichkeit bewirken. Verschiedene Einbrüche von tausenden Tonnen schweren Salzbrocken zeigten, dass die Argumente der früheren Morsleben-Gegner richtig waren.
Das Bundesamt für Strahlenschutz als Betreiber des Endlagers spricht heute selbst davon, dass Morsleben die Anforderungen für ein Atommüll-Endlager nicht erfüllt, zu unsicher ist. Doch an die Grundfrage im Morsleben-Konfliktes, wo soll der Atommüll bleiben, traut sich kaum jemand heran. Augenblicklich scheint dieser Müll im Salzstock verbleiben, obwohl das Bundesamt bereits Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ergreifen musste.
Um die Probleme bei der Stillegung zu thematisieren, verschiedene Alternativen zu sammeln und sich über eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit abzustimmen, laden die Greenkids am Wochenende vom 20./21. März zu einem Seminar im Ökozentrum und -institut Magdeburg e.V., Harsdorfer Str. 49 ein. InteressentInnen sollen sich bitte unter 01 62-78 68 204 oder mail@greenkids.de anmelden.
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Am 23. Dez. 2003 unter:
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