Zu wenig Alternativen
Verbraucherverband kritisiert Erhöhung der Strompreise
Bereits heute zahlten die Haushaltskunden in Deutschland im EU-Vergleich Spitzenpreise für Strom. Die angekündigten Preiserhöhungen seien vor dem Hintergrund eines bislang fehlenden Wettbewerbs bei Haushaltskunden und der unregulierten Netzmonopole zu sehen.
"Es müssen endlich die Lehren aus der gescheiterten Liberalisierung des Strommarktes in Deutschland gezogen und eine starke Regulierungsbehörde mit umfassenden Kompetenzen etabliert werden", so Müller. Es dürfe nicht den Netzbetreibern überlassen bleiben, durch überhöhte Netznutzungsentgelte ihre Konkurrenten vom Markt zu drängen.
Der Verband wies die Behauptung zurück, die Strompreise seien vor allem durch Steuererhöhungen und die Förderung der erneuerbaren Energien angestiegen. "Mit dieser Argumentation lenken die Stromkonzerne davon ab, dass sie weiterhin Monopolpreise kassieren", so Müller. Auch die Begründung, die Netzkosten seien wegen des erhöhten Bedarfs an Ausgleichsstrom (Regelenergie) für Windkraftanlagen gestiegen, sei fadenscheinig. Die heutigen Prognosemöglichkeiten gestatteten es, den Regelenergiebedarf für die Windstromerzeugung gering zu halten. Die größte Menge Regelenergie werde bezeichnenderweise im Netz von RWE eingesetzt. Dort stünden aber im Verhältnis die wenigsten Windkrafträder. Bei den Verbrauchsschwankungen wiesen die private Haushaltskunden ein gleichmäßiges und gut durchmischtes Lastprofil auf, der in keinem wesentlichen Umfang einen Bedarf an Regelenergie verursache. Deshalb müssten die privaten Haushaltskunden künftig bei den Kosten der Regelenergie entlastet werden.
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Am 03. Dez. 2003 unter:
arbeitStichworte:
« Kritik am Zuwanderungsgesetz im Vermittlungsausschuss
Umweltkriminalität geht zurück »

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