Tierschutz
"Stars in der Manege" widerspricht Verbot von Wildtieren im Zirkus
Die Mehrheit der Bundesländer habe damit erkannt, dass die Haltung von Wildtieren im Zirkus mit zahlreichen Problemen verbunden und mit dem Tierschutzgesetz nicht in Einklang zu bringen sei. "Vor dem Hintergrund dieser öffentlichen Diskussion und der politischen Entscheidung ist es völlig unverständlich, dass dieses Jahr erneut Wildtiere in der ARD-Sendung auftreten sollen", betont Robert Kleß, Wildtier-Experte bei der Tierschutzorganisation. Elefanten, Tiger und Löwen blieben Wildtiere, auch wenn sie in menschlicher Obhut aufgewachsen seien. Ihre Bedürfnisse nach artgemäßer Bewegung und Beschäftigung könnten im Zirkus nicht befriedigt werden. So brauchten Elefanten für ihr Wohlbefinden den Kontakt zu Artgenossen und eine reich strukturierte Umgebung, in der sie sich frei bewegen und beschäftigen könnten. Tiger seien ebenfalls sehr bewegungsfreudig und benötigen beispielsweise Kletter- und Versteckmöglichkeiten, Kratzbäume und Spielmöglichkeiten sowie Wasser zum Schwimmen und Baden. "Ein fahrendes Zirkusunternehmen kann diese Voraussetzungen nicht erfüllen. Die Arbeit in der Manege und die Dressuren, die den Tieren allzu oft völlig artuntypische Verhaltensweisen abverlangen, bieten keinen Ausgleich für den Bewegungs- und Beschäftigungsmangel.?, so Kleß.
Zudem bedeute das häufige Umherreisen, die ständig wechselnde Umgebung und der Lärm in der Manege keineswegs eine willkommene Abwechslung, sondern Stress, unter dem die Tiere zusätzlich litten. Die Tierschützer fordern deshalb ein grundsätzliches Haltungsverbot von Wildtieren im Zirkus. Dieses Verbot müsse mit einer angemessenen Übergangsfrist versehen werden, um den Zirkusbetreibern Zeit für die notwendige Umorientierung zu geben und geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für die Tiere zu prüfen und gezielt auszubauen. Unerlässlich sei aber, dass ab sofort keine neuen Wildtiere zugekauft oder gezüchtet werden dürfen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 05. Dez. 2003 unter:
artenschutzStichworte:
« Scharfe Kritik am Export der Hanauer Plutoniumfabrik
Klage gegen Toll-Collect nicht mehr ausgeschlossen »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
