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Proteste gegen Atompolitik der Bundesregierung

Exportiert

Umweltschützer protestierten am Dienstag unter dem Brandenburger Tor gegen die jüngsten Atom-Export-Pläne der Bundesregierung. Die Aktivisten von Greenpeace forderten die Regierung auf, weder eine von Siemens beantragte Kreditbürgschaft für den Bau eines finnischen Atomreaktors zu genehmigen, noch der Lieferung der Hanauer Plutonium-Fabrik nach China zuzustimmen. "Der neue Pro-Atom-Kurs der Bundesregierung muss gestoppt werden," sagte Jörg Feddern, Greenpeace-Energie-Experte. Es gebe nicht die geringste Notwendigkeit für die Bundesregierung, den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Finnland über eine Hermes-Bürgschaft politisch zu legitimieren.

Auch der mögliche Export der Hanauer Plutoniumfabrik nach China ruft den Widerstand der Umweltschützer hervor. "Wer ernsthaft meint, man könne eine militärische Nutzung der Plutonium-Fabrik hundertprozentig ausschließen, ist entweder naiv oder belügt sich selbst", so Jörg Feddern. Die Hanauer Plutoniumfabrik führt als Teil der so genannten zivilen Plutoniumwirtschaft dazu, dass große Mengen waffenfähiges Plutonium verarbeitet und transportiert werden. Plutonium ist der Grundstoff zum Bau von Atombomben.

Auf der einen Seite habe die rot-grüne Koalition den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland beschlossen, weil diese Technik zu viele unbeherrschbare Risiken in sich birgt. Doch gleichzeitig solle Atomenergie außerhalb der deutschen Grenzen gefördert werden. "Das ist Doppelmoral", so Joerg Feddern.

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