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Deutschen wissen wenig über Menschenrechte

Tag der Menschenrechte

Die Deutschen wissen einer Umfrage zufolge wenig über die weltweit geltenden Menschenrechte. Wie die am Dienstag in Berlin vorgestellte Studie im Auftrag des Deutschen Instituts für Menschenrechte ergab, wusste keiner der 2017 Befragten etwas über die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" als offizielles Dokument. Menschenrechtsbildung müsse deshalb "verbindlicher Unterrichtsgegenstand" in Aus- und Weiterbildung werden, forderte der Direktor des Institutes für Menschenrechte, Heiner Bielefeldt. amnesty international forderte mehr Engagement der Regierung für die Menschenrechte.

Die Befragten konnten vor allem "bürgerliche und politische Menschenrechte" benennen, wie das Recht auf Leben oder die Gleichheit vor dem Gesetz. Dass auch der Schutz vor Arbeitslosigkeit oder das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu den festgeschriebenen "wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Menschenrechten" zählen, wussten etwa zwei Drittel der Befragten nicht.

"In Deutschland herrscht nicht nur in der Menschenrechtsbildung ein Defizit - auch zwischen den menschenrechtlichen Prinzipien der Bundesregierung und ihrer Umsetzung in die Tat klafft weiterhin eine große Lücke. Wollen wir erreichen, das Menschen überall in Würde und Sicherheit leben können, müssen wir uns auch in Deutschland für den internationalen Menschenrechtsschutz stark machen. Das gilt für jeden einzelnen Bürger, und das gilt insbesondere für die Regierungspolitik", sagte die Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international.

Seit 1948 wird jeweils am 10. Dezember der internationale Tag der Menschenrechte begangen. In diesem Jahr steht er unter den Motto "Wissen gegen Willkür".

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