EU-Richtlinie

Autoreifen sollen leiser werden

Britische Forscher suchen nach Möglichkeiten, den Autoverkehr leiser werden zu lassen. Mithilfe eines mathematischen Modells solle damit der Hightech-Reifen entwickelt werden, der auf dem ultimativen Fahrbahnbelag leise dahinrollt. Damit wird den künftigen EU-Richtlinien über Verkehrslärm entsprochen, berichtet BBC-online. Automotoren seien zwar in den vergangenen Jahrzehnten immer leiser geworden. Der Lärm entstehe daher nicht mehr in erster Linie durch das Motorengeräusch, sondern durch die Räder und den Straßenbelag. Ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h sorgten Vibrationen für die Ausbreitung von Schallwellen. Nach Meinung des Forschungsleiters Roger Pinnington vom Southampton Institute of Sound and Vibration Research sei gerade der Faktor "Reifen" sträflich vernachlässigt worden.

"Lärm wird in Städten und Metropolen vielfach als gegeben hingenommen", erklärt der Experte, der davon überzeugt ist, dass die Entwicklung neuer Autoreifen die Lärmentwicklung durchaus vermindern kann.

Grund für das Forschungsprojekt RATIN (Road and Tyre Interaction Noise), das gemeinsam mit der Aristoteles Universität in Saloniki durchgeführt wird, sind laut BBC die EU Direktiven, die ab 2007 jeden Fahrzeughersteller betreffen werden. Dann würden genaue Lärmmessungen aller Fahrzeug- und Reifentypen vorgeschrieben sein. Bisher werde nur das reine Motorengeräusch gemessen, nicht aber der Lärm, der von den Reifen ausgehe. Glatte Fahrbahnen reduzieren den Lärm. Problematisch dabei sei aber das Phänomen der Luft, die im Reifenprofil zusammengedrückt werde und die für laute zischende Geräusche sorge. Auch sei die Bodenhaftung bei glatten Fahrbahnen und Regen schlechter, was wiederum die Sicherheit verringere. "Die besten Ergebnisse werden auf Straßenbelägen erzielt, die sowohl glatt als auch porös sind", so Pinnington.

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