Verkehr

Umweltverträglichkeit wichtiger als Marke und Image beim Autokauf

Die Umweltverträglichkeit steht für Autokäufer heute an erster Stelle bei der Wahl eines Fahrzeugs: Für über 89 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Emnid im Auftrag der DA Direkt, Deutschlands größter Kfz-Direktversicherung, ist dieser Faktor am wichtigsten bei der Kaufentscheidung. Vor dem Hintergrund höheren Preisbewusstseins bei Verbrauchern ein - zumindest auf den ersten Blick - überraschendes Ergebnis. Marke und Image haben hingegen an Bedeutung verloren, besonders unter den befragten Männern.

Welche Kriterien sind für Verbraucher heute wichtig beim Autokauf? Das ermittelte Emnid im November 2003 unter 1.000 Bundesbürgern mit einem klaren Ergebnis: Auf die Umweltverträglichkeit als bedeutendstem Faktor für die Fahrzeugwahl folgen die Kosten für Reparatur und Ersatzteile (84,4 Prozent), knapp dahinter die Höhe des Kfz-Versicherungsbeitrags. Für rund 83 Prozent der Befragten ist dieser ein wichtiges Kriterium - ein Ergebnis, das sich auf etwa gleich hohem Niveau quer durch alle Altersgruppen zieht.

Deutlich gestiegen sind auch Kfz-Steuer und Finanzierungsrate als Kriterien, während Marke und Image mit insgesamt mehr als 45 Prozent am stärksten an Bedeutung eingebüßt haben. Die Umfrage macht deutlich: Preisbewusstsein geht heute über den Kaufpreis eines Wagens hinaus. Indirekt erweisen sich weiche Faktoren wie die Umweltverträglichkeit ebenfalls als harte Kaufkriterien, denn Autos mit weniger durstigen Motoren sparen Benzin und damit Geld.

Beim Vergleich zwischen den Geschlechtern ergibt sich allerdings ein deutlicher Unterschied von gut 14 Prozent: Frauen (89,5 Prozent) berücksichtigen den Versicherungsbeitrag häufiger als Männer (75,4 Prozent). Auf die Frage, welche Faktoren im Vergleich zu früher an Bedeutung gewonnen haben, nannten die Befragten ebenfalls die Umweltverträglichkeit mit knapp 90 Prozent an erster Stelle. Kosten für Reparatur und Ersatzteile ziehen über 69 Prozent bewusster ins Kalkül. Für zwei Drittel der Interviewpartner spielt der Versicherungsbeitrag eine bedeutendere Rolle - mit leicht stärkerem Zuwachs unter den Männern.

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