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Goldreserven des Bundes sollen für Bildungsinvestitionen genutzt werden

"Aus Gold mach' Bildung"

Als "in höchstem Maße unsozial" hat die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Eva-Maria Stange, die Bildungspolitik der Bayerischen Landesregierung bezeichnet. "Die geplante Abschaffung der Lernmittelfreiheit, die Einführung von Studiengebühren und die Streichung der Gelder für Integrationsmaßnahmen an Volkshochschulen treffen vor allem Menschen aus sozial schwachen Familien", sagte Stange während des Neujahrsempfangs der DGB Region Ingolstadt am Samstag in Kösching. Die GEW-Chefin stellte fest, dass in Deutschland viel zu wenig Geld für Bildung ausgegeben werde. Sie unterstützte den Vorschlag der SPD, die Goldreserven der Bundesbank für eine "Stiftung Bildung" einzusetzen.

"Aus Gold mach’ Bildung! Warum nicht?" sagte Stange. Außerdem forderte sie die Wiedereinführung der Vermögensteuer und eine Reform der Erbschaftsteuer. Diese Mittel in Höhe von rund 20 Milliarden Euro sollten im Sinne eines echten Generationsvertrages in den Ausbau des Bildungssystems gesteckt werden. "Runde Tische für Bildung auf Landes- und kommunaler Ebene sollen über einen Zehn-Jahres-Ausbauplan der Bildungseinrichtungen entscheiden. Das ist das eigentliche Kapital, das wir unseren Kindern und Enkeln mitgeben müssen", unterstrich die GEW-Vorsitzende.

Scharf kritisierte sie den "Griff der Landesregierung nach dem Erziehungsgeld". Statt diese Mittel sinnvoll in den Ausbau von Kindertagesstätten zu stecken, "soll sozial bedürftigen Familien jetzt auch noch das bisschen Erziehungsgeld aus der Tasche gezogen werden".

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