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In Deutschland bald 1,5 Millionen Kinder in Armut

Wohlfahrtsverband warnt

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Deutschland, die in Armut leben müssen, wird in den nächsten zwei Jahren um 500.000 auf 1,5 Millionen ansteigen. Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider. Eine Studie seines Verbandes belege, dass diese Steigerung mit der jetzt amtlich gewordenen Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe (Hartz IV) eintrete.

Durch die Leistungskürzungen bei der Zusammenlegung zum 1. Juli wächst laut Schneider die Zahl der Menschen, die Auszahlungen auf dem Niveau der Sozialhilfe beziehen, von derzeit 2,8 Millionen auf 4,5 Millionen. Das sei der höchste Stand seit Kriegsende. Besonders hart treffe es dabei die Kinder. So werde jedes zehnte Kind in Deutschland unter die Armutsgrenze fallen , sagte Schneider. Bisher sei es jedes 15. Kind. Allein in der Bundeshauptstadt Berlin fristeten jetzt schon fast 100.000 Kinder ihr Dasein in Armut.

In Deutschland gelte wissenschaftlich als arm, wer fünfzig Prozent unterhalb des unteren durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens liege. "Wir definieren Armut seit zwei Jahren anders. Wer unter dem gesellschaftlichen Mindestbedarf liegt, ist arm", sagte Schneider. Seit 1990 sei der Sozialhilfesatz nicht an den realen Lebenshaltungskosten angepasst worden. Inzwischen liege er sechs Prozent unter diesem gesellschaftlichen Mindestbedarf.

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