Tierschutz
EU-Parlament spricht sich für Maßnahmen zum Delfin- und Walschutz aus
"Der Ball liegt nun bei den Fischereiministern der Mitgliedstaaten, dem Delfinsterben nicht weiterhin tatenlos zuzusehen, sondern endlich zu agieren", kommentiert Nicolas Entrup, WDCS Kampagnenleiter den heutigen Entscheid.
Am vergangenen Freitag und Sonntag entdeckten Wissenschaftler der WDCS und Aktivisten von Greenpeace auf einer gemeinsamen Kontrollfahrt in britischen Gewässern tote, an der Wasseroberfläche treibende Delfine im englischen Kanal - mit großer Wahrscheinlichkeit Opfer europäischer Fischfangflotten. Zwanzig Meilen vor der Küste von Plymouth wurden am 6. Februar fünf tote Delfine in der Nähe von Schleppnetzfischern gesichtet. Der Kadaver eines Jungtieres sank ab, bevor er von den Aktivisten aus dem Wasser gefischt werden konnte. Zwei weitere tote Tiere konnten am 8. Februar geborgen werden. Eine Untersuchung der frischen, teils noch blutigen Wunden an Bord des Greenpeace-Schiffes "Esperanza" lieferte Hinweise darauf, dass die Gemeinen Delfine sich in Schleppnetzen verfangen haben und erstickt sind.
"Es ist zu befürchten, dass diese EU-Maßnahmen alleine den gigantischen Beifang nicht verhindern können. Zusätzlich müssen Fischereigebiete geschlossen und weitere Fischerei-Methoden, die zu hohem Beifang führen, verboten werden", sagt Thomas Henningsen, Greenpeace-Meeresexperte.
Einem von der WDCS für Greenpeace erstellten wissenschaftlichen Bericht zufolge sind Gemeine Delfine und Schweinwale am stärksten von den Stell- und Schleppnetzen europäischer Fischfangflotten betroffen. Der Beifang dieser Arten beträgt in manchen Gebieten jährlich fünf Prozent der Population - bereits der Rückgang einer Population um ein Prozent wird von internationalen Gremien als bedenklich anerkannt. Die "Esperanza" ist seit dem 20. Januar mit Wissenschaftlern der WDCS an Bord auf einer Kontrollfahrt in europäischen Gewässern unterwegs.
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Am 11. Feb. 2004 unter:
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