Warmes Wasser verursacht Millionenschäden
Umweltinstitut berechnet Schäden globaler Erwärmung in Ozeanien
Asterio Takesy, Präsident des South Pacific Regional Environmental Programme (SPREP) beziffert die Schäden auf den mikronesischen Palau-Inseln während der El-Nino-Periode 1998 - 1999 auf mindestens 91 Mio. Dollar. Damals erwärmte sich das Wasser in Palau in den Monaten Juni bis November auf über 30 Grad Celsius. Dies führte zu einer Korallenbleiche. Die Folge waren massive Verluste der lokalen Fischpopulation und ein neunprozentiger Rückgang im Tourismus.
Nicht nur für die Inseln selbst, sondern auch für die internationale Fischerei in der pazifischen Region hat die Erwärmung dramatische Auswirkungen: 70 Prozent aller weltweit gefangenen Tunfische kommen aus dem Pazifik. Derzeit werden mit den Großfischen jährlich etwa zwei Mrd. Dollar erwirtschaftet. Während der letzten El-Nino-Periode verschwanden die Fische mit der Veränderung der Warmwasser-Strömungen und sorgten in manchen Regionen für den Beinahe-Kollaps von lokalen Fischerei-Industrien. Angst herrscht auch vor einer Zerstörung von empfindlichen Mangroven, die viele Inseln vor der Erosion schützen.
In einer Studie in Fiji wurde errechnet, dass der Verlust der Küsten-Mangroven Schäden zwischen 266 und 403 Dollar je Hektar ausmacht, in erster Linie verursacht durch den Verlust der in Küstennähe gefangenen Fische.
Die extremen Wettersituationen, die auch in Kontinentaleuropa und in Nordamerika auftreten, werden die Inselstaaten noch härter treffen. Und nach Vorhersagen des IPCC wird es in den kommenden Jahren zu einer dramatischen Zunahme von Wirbelstürmen sowie von unregelmäßigen Niederschlägen, deren Folgen entweder extreme Trockenheit oder sintflutartige Regenfälle sind, kommen.
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Am 13. Feb. 2004 unter:
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