Malaysia
Jugendliche aus zwölf Ländern aktiv bei Artenschutzkonferenz
"Herr Trittin, Sie haben gesagt, sie wollen weltweit Schutzgebiete. Warum gibt Deutschland dann fast kein Geld dafür?", fragt Justus Rollin (17) aus Schwerin. "Wir Deutschen haben unsere eigenen Urwälder alle abgeholzt. Und auf dieser Konferenz stelle ich fest, dass Deutschland nicht genug Geld geben will für Schutzgebiete in den Ländern, die noch Urwälder haben. Das kann nicht sein. Unsere Kinder sollen auch noch was von den Urwäldern haben."
"Es darf nicht wieder am Geld scheitern, denn es geht um unsere Zukunft", sagt Laura Holderied (15) aus Würzburg. "Schutzgebiete sind der beste Weg, das Aussterben von Orang-Utans, Gorillas und Schweinswalen zu verhindern. Die Politiker haben versprochen, das Artensterben zu stoppen. Jetzt müssen Sie ihr Versprechen endlich einlösen."
Ziel der morgen zu Ende gehenden UN-Konferenz zur Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) ist es, das Artensterben bis 2010 "deutlich zu verringern". Ozeane beherbergen die größte Artenvielfalt des Planeten. Die Urwälder sind Lebensraum von zwei Dritteln der Land lebenden Pflanzen und Tiere. 80 Prozent der ursprünglichen Urwälder sind bereits zerstört. In den Meeren sind drei Viertel der Fischarten überfischt oder am Rande der Überfischung.
Weltweit sind nach Schätzungen von Wissenschaftlern für Schutzgebiete zusätzlich 20 Milliarden Euro jährlich erforderlich. Deutschland muss sich nach Ansicht von Greenpeace mit einer Milliarde pro Jahr beteiligen. Die Demonstration der "Kids for Forests" verfolgten auch ein Vertreter der deutschen Botschaft in Malaysia sowie fünf deutsche Bundestagsabgeordnete. "Kids for Forests" ist ein internationales Kinder- und Jugendprojekt von Greenpeace.
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