Patentierung von Saatgut

Einspruch gegen Patent auf Indischen Weizen eingelegt

Einspruch gegen ein Patent auf Weizen legte am Freitag die Umweltorganisation Kein Patent auf Leben beim Europäischen Patentamt in München ein. Unterstützt wird der Einspruch von mehreren umwelt- und entwicklungspolitisch tätigen Organisationen, u.a. der BUKO Kampagne gegen Biopiraterie, der BUKO Agrar Koordination und dem Umweltinstitut in München. Das Patent, welches Monsanto im Mai letzten Jahres zugesprochen wurde, erstreckt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette der indischen Weizensorte Nap Hal.

" Während bei der Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention in Malaysia nur debattiert wird, schaffen die Patentämter Fakten. Ein Patent nach dem anderen wird auf Pflanzen, Tiere oder deren Gene erteilt," so Gregor Kaiser von der BUKO Kampagne. Kaiser weiter: "Das Wissen der indischen Kleinbauern wird missbraucht, Patentgesetze werden gedehnt wie Gummi, und nur damit sich Monsanto und anderen transnationale Unternehmen die genetischen "Ressourcen" aneignen können."

Bundesumweltminister Trittin wäre nach Meinung der entwicklungspolitischen Organisationen gut beraten, international auf ein generelles Verbot der Patentierung von Leben zu drängen.

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