Handwerklich miserabel

BEE zur Arbeitsplatzstudie des bremer energie instutes

Als "handwerklich miserabel und in sich widersprüchlich" weist der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) das Arbeitsplatzgutachten des bremer energie institutes zurück. Das Institut behauptet, die Förderung Erneuerbarer Energien gefährde mehr Arbeitsplätze als durch sie geschaffen werden. Der Windverband hatte in der vergangenen Woche aktuelle Zahlen veröffentlicht. Demnach sind gegenwärtig 45.400 Menschen in Deutschland im Bereich der Windkraft beschäftigt. "In der gesamten Branche der Erneuerbaren Energien sind es über 130.000 Jobs", erläutert Nitzschke.

Zur Behauptung der Gutachter, die Kosten für Erneuerbare Energie belasteten die Volkswirtschaft so stark, dass an anderer Stelle mehr Arbeitsplätze verloren gingen, erklärt der BEE: "Damit die Gutachter zu dieser Behauptung kommen konnten, haben sie den Wert des Stromes aus erneuerbaren Energien künstlich kleingerechnet." So werde Windstrom vom bremer energie institut nur mit 1 Cent je Kilowattstunde bewertet, während der Strommarktpreis gegenwärtig bei über 3 ct/kWh liegt und steigt. Mit dieser Rechnung isoliere sich das Bremer Institut von allen renommierten Instituten in Deutschland, so Nitzschke. Hätten die Gutachter beispielsweise mit dem Strompreis an der Leipziger Strombörse gerechnet, wären sie zu positiven Beschäftigungseffekten gekommen - das würde im Gutachten sogar explizit eingeräumt. Damit seien dieSchlussfolgerungen im Gutachtentext schlicht hinfällig.

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