Zuwachs

Konjunktureller Aufwärtstrend zu Jahresbeginn

Die wichtigen gesamtwirtschaftlichen Indikatoren für Deutschland lassen zu Jahresbeginn eine verbesserte konjunkturelle Grundtendenz erkennen, so der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 9/2004. Die jüngsten Auftragseingänge seien deutlich aufwärts gerichtet: Bei den Auftragseingängen aus dem Ausland sei das Wachstum im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorquartal mit 3,7 Prozent sehr kräftig gewesen. Negativ schlage zu Buche, dass sich beim privaten Konsum noch keine gravierende Besserung abzeichne. Zwar habe die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Einkommensteuerreform zu einer Erhöhung der Nettoeinkommen geführt, doch werde dieser Effekt durch die Mehrbelastung der privaten Haushalte bei Gesundheitsleistungen geschmälert.

Dynamisch entwickelten sich die Auftragseingänge aus dem Inland. Auch das aktuelle DIW-Konjunkturbarometer lasse auf eine Beschleunigung zu Jahresbeginn schließen. Alles in allem sei für das erste Quartal dieses Jahres mit einem saison- und arbeitstäglich bereinigten Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent zu rechnen.

Bei den Exporten zeichnet sich eine robuste Entwicklung ab. Sowohl aus dem nordamerikanischen Raum, aber auch aus den mittel- und osteuropäischen Ländern könne die Nachfrage nach deutschen Waren weiter zunehmen. Ein Risiko bestehe hinsichtlich des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar. Sollte es zu einer weiteren Höherbewertung kommen, drohe der außenwirtschaftliche Impuls aus den USA weiter abzuebben, so das DIW. Dämpfend könne eine dynamischere Importentwicklung wirken, die aus im Zuge der Euro-Aufwertung sinkenden Importpreisen resultiert. Insgesamt aber dürfe der Außenhandelsbeitrag die gesamtwirtschaftliche Produktion zu Jahresbeginn merklich stützen.

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