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Neuer Ausbruch des Bürgerkriegs im Ostkongo droht

Afrika

Die Deutsche Welthungerhilfe hat vor einem Wiederausbruch des Bürgerkriegs im Ostkongo gewarnt. In der rohstoffreichen ostkongolesischen Provinz Ituri sei die Situation extrem gespannt, so Marcus Sack, Projektleiter der Welthungerhilfe in der Provinzhauptstadt Bunia. Während es in der Provinz zu gelegentlichen Kämpfen zwischen verfeindeten Gruppen komme, seien in Bunia bereits Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung an der Tagesordnung, so Sack. Für viele Menschen bedeute das Betreten des Marktes schon Lebensgefahr. Sollte es zu einem erneuten Ausbruch des Bürgerkrieges kommen, so könne dies die Spaltung der Provinz Ituri bedeuten.

Die 10.000 Mann starke UN-Eingreiftruppe MONUC sei zwar mit einem robusten Mandat ausgestattet, so die Welthungerhilfe. Doch leide sie bei der Bevölkerung unter mangelnder Glaubwürdigkeit, weil sie in Bunia das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit nicht unterbinde und Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung nicht verhindere. Ohnehin leben 90 Prozent der Bevölkerung der Provinz Ituri in Gebieten, die nicht von MONUC kontrolliert werden; viele von ihnen sind dringend auf Hilfe von außen angewiesen.

Als größte private internationale Hilfsorganisation in der Region wird die Deutsche Welthungerhilfe auch weiterhin die Flüchtlinge in der Provinz unterstützen, unabhängig davon, ob sie in Gebieten leben, die von MONUC kontrolliert werden. Humanitäre Hilfe muss prinzipiell unparteiisch sein; deshalb wird die Welthungerhilfe daran festhalten, Abkommen mit lokalen Führern zu schließen, um so die Bedürftigen auch zu erreichen.

Die Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Volksgruppen haben allein in der Provinz Ituri seit Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 1997 rund 50.000 Opfer gefordert. In den beiden Krisenregionen Nord-Kivu und Ituri führte die Deutsche Welthungerhilfe seit 1997 Projekte, vor allem für Flüchtlinge, im Umfang von rund 20 Millionen Euro mit finanzieller Unterstützung von EU, ECHO und USAID durch.

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