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Erfolgreiche Bären-Befreiungsaktion in Tianjin

China

In Tianjin, China, konnte die Animals Asia Foundation (AAF) erstmals zwei Braunbären aus einer illegalen Bärenfarm befreien. Eine Zeitung in Tianjin hatte über das Schicksal der Bären berichtet. Die zuständige Forstbehörde konfiszierte daraufhin die Tiere und übergab sie am 21. Februar der Obhut von AAF. Am Mittwoch kamen die Tiere nach einem zweitausend Meilen langen Transport in Chengdu im Bärenrettungszentrum der AAF an. Ein Empfangskomitee aus Vertretern der Forstbehörde und zahlreichen Journalisten stand bereits zur Begrüßung bereit.

Die zehn Jahre alten und über 300 kg schweren Bären sind Opfer einer altertümlichen Methode der Gallensaftentnahme. Bewegungsunfähig in winzige Käfige gesperrt, ist ihr Körper zusätzlich in ein hautenges Metallkorsett eingezwängt, das die verunreinigten Latexkatheter und Flüssigkeitsbeutel mit der Gallenflüssigkeit an ihrem Bauch fixiert. Nach Auskunft der Forstbehörde wurde der Gallensaft an koreanische Konsumenten in Nordchina verkauft und in Medikamenten und Stärkungsmitteln verwendet. Braunbären haben eine Lebenserwartung von bis zu dreißig Jahren.

Fast 140 Bären konnte AAF seit dem historischen Abkommen mit den chinesischen Regierungsstellen im Jahr 2000 befreien, 40 Farmen wurden geschlossen. Erst im November 2003 wurden 38 "Mondbären" an AAF übergeben.

Die Schirmherrin der deutschen Organisation, Alexandra Oetker, war dabei: "Die enorme Medienresonanz sowie die Tatsache, dass der Hinweis auf die grauenvoll gehaltenen Bären von Journalisten einer staatlichen chinesischen Zeitung kam, ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Aufklärungsarbeit von Jill Robinson greift. Eine veränderte Haltung der chinesischen Bevölkerung gegenüber Bärenfarmen wird erkennbar. Auch die Zusammenarbeit der Regierungsbehörden bei der Rettung der Tianjin-Bären kann als erneute Zustimmung zur Arbeit der AAF gewertet werden. Das ist ein großer Fortschritt!"

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