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Blocker-Chip gegen RFIDs entwickelt

Verbraucherschutz

Der Datensicherheits-Spezialist RSA hat auf seiner Hausmesse in San Francisco eine Technik vorgestellt, mit der sich die Datenspionage mit Hilfe von RFID-Chips, sogenannten "Schnüffelchips", in Grenzen unterbinden lässt. RFID-Etiketten gelten als Nachfolger der allgegenwärtigen Barcode-Labels und könnten in naher Zukunft unauffällig in beliebigen Investitions- und Verbrauchsgütern platziert werden. Die Chips enthalten aber nicht nur allgemeine I formationen, sondern auch eine eindeutige Seriennummer die sich unbemerkt hinter dem Rücken des Verbrauchers ausleden lässt. Als denkbares Werkzeug zum Schutz der Verbraucher-Intimsphäre hat RSA einen Blocker-Chip entwickelt. Der stört die Kommunikation zwischen den smarten Etiketten und den zugehörigen Lesegeräten. RSA haben ihr Demo-Exemplar als Teil einer Einkaufstasche verteilt. Der Blocker bezieht seine Energie aus den Sendeimpulsen des Lesegeräts.

Allerdings gilt es nach dem gegenwärtigen Stand der RSA Überlegungen zwei Einschränkungen zu beachten: Zum einen arbeiten amerikanische RFID-Etiketten typischerweise mit einem anderen Singulation Protocol als ihre europäischen Pendants, daher funktioniert der Ansatz bislang nur in amerikanischen Umgebungen. Zum anderen lässt sich der Blocker-Chip bei unkontrolliertem Einsatz, etwa in Händen eines Hackers, zu einer Totalblockade aller RFID-Anwendungen missbrauchen.

Deshalb schlagen die RSA-Entwickler ein Konzept vor, nach dem Blocker-Chips nur Labels bestimmter Nummernbereiche ausbooten, um etwa innerhalb eines Supermarkts nicht dessen RFID-Warenwirtschaft zu stören. Beim Bezahlen an der Kasse könnten die Labels dann in einem Bit umkodiert werden und dadurch in den Blockadebereich der Störsender fallen. Anschließend hätte es der Verbraucher selbst in der Hand, ob er seine vielleicht unbewusst herumgetragenen Radioetiketten durch das Dazupacken eines Blockadechips maskiert, oder ob er zuhause darauf verzichtet, um etwa selbst nützliche Produktinformationen aus den RFID-Daten abzuleiten.

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