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UNICEF fordert Ächtung von Antifahrzeugminen und Streubomben

Kinderhilfswerk

Der Ottawa-Vertrag zur Ächtung von Antipersonenminen sei "ein Meilenstein der internationalen Rüstungskontrolle". Doch habe er das Minenproblem "nicht gelöst", kritisierte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Dietrich Garlich, am Freitag in Berlin. So würden durch Antifahrzeugminen, die sich beispielsweise gegen Panzer richten, auch Busse und Eselskarren in die Luft gesprengt. Seit dem 1. März 1997 sind 141 Staaten der internationalen Konvention über das Verbot von Antipersonenminen, dem so genannten Ottawa-Vertrag, beigetreten. Deutschland ist auch dabei, obwohl in den Beständen der Bundeswehr noch 1,4 Millionen Antifahrzeugminen und mehr als 30 Millionen Streumunitionen lagern. Staaten wie die USA, Russland, China, Indien und Pakistan haben den Vertrag erst gar nicht unterzeichnet.

Ferner fordert UNICEF mehr Hilfe für die Minen-Opfer sowie einen verstärkten politischen Druck gegen Staaten, die nach wie vor Landminen nutzen oder herstellen. "Trotz der weltweiten Ächtung von Antipersonenminen werden jedes Jahr bis zu 20 000 Menschen bei Explosionen verletzt oder getötet - ein Drittel davon Kinder", berichtete Garlich. Weltweit sind in 68 Ländern nach UNICEF-Angaben rund 110 Millionen Minen verlegt. Besonders betroffen seien Ägypten, Iran, Angola, Afghanistan, China, Irak, Kambodscha und Vietnam. Hinzu kommen weltweit bis zu 250 Millionen Minen in Militärbeständen.

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