Pleite
Zahl der Insolvenzen in Europa steigt langsamer
1,7 Millionen Arbeitsplätze gingen verloren, weil der Arbeitgeber Insolvenz anmelden musste. Das entspricht im Jahresverlauf einem Zuwachs um 100.000 betroffene Arbeitnehmer oder einem Anstieg von 6,3 Prozent.
Den größten Zuwachs an Unternehmensinsolvenzen meldet Portugal: Um 42,4 Prozent auf insgesamt 2.980 betroffene Firmen sei die Zahl binnen Jahresfrist gestiegen. Platz zwei der Negativ-Rangliste belegt Norwegen. Um 18,3 Prozent auf 3.080 Insolvenzen stiegen hier die Unternehmenspleiten. Norwegens Wirtschaft erholte sich nach langer Rezession erst zum dritten Quartal 2003. Auch die Schweiz verzeichnete einen Insolvenzanstieg im zweistelligen Bereich: 13,4 Prozent mehr Konkurse als noch in 2002 und insgesamt 4.539 Unternehmensheimgänge hatte das Land zu verkraften.
Am anderen Ende der Skala steht Irland: Die grüne Insel konnte ihre Unternehmensinsolvenzen um 16,6 auf 316 Fälle reduzieren. Die Zahl der Gesamtinsolvenzen (also Unternehmenskonkurse plus Konkurse von Privatpersonen sofern vorhanden und statistisch erfassbar) in Westeuropa steigt um 10,3 Prozent auf insgesamt 269.762 Fälle.
Verantwortlich für diesen Zuwachs seien insbesondere die Insolvenzzahlen in Deutschland und Großbritannien, so das Ergebnis der Studie. In Deutschland stiegen die Gesamtinsolvenzen um 18,3 Prozent auf 99.800 Fälle, in Großbritannien um 5,4 Prozent auf 53.640. Das Dienstleistungsgewerbe trage den Löwenanteil am Insolvenzgeschehen in Westeuropa: 42,9 Prozent aller Insolvenzanträge (Vorjahr 40,6 Prozent) kommen aus dieser Sparte. Lediglich 11,2 Prozent (Vorjahr: 12,4 Prozent) am Insolvenzaufkommen trägt das Verarbeitende Gewerbe.
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Am 03. Feb. 2004 unter:
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