Schädlicher als konventionelle Sorten

Belgien blockiert EU-Zulassung für Gen-Raps

Die belgische Regierung blockiert die EU-weite Zulassung für eine genetisch veränderte Rapspflanze. Dies berichtet die Umweltorganisation Greenpeace. Die belgischen Umwelt- und Gesundheitsminister haben am Montag bekannt gegeben, dass die belgischen Behörden negative Auswirkungen des Gentech-Raps auf die Artenvielfalt sowie eine unkontrollierte Ausbreitung befürchten. Bauern würden nicht im Stande sein, die Verunreinigung ihrer Felder und Saaten zu vermeiden. Der genetisch manipulierte Raps, dessen Zulassung verweigert wird, stammt von Bayer CropSciences.

Die Entscheidung Belgiens verhindert, dass es zu einer Anbaugenehmigung für die ganze EU kommt. "Dass Bayer mit dem Gentech-Raps abgeblitzt ist, ist auch ein Erfolg für Umwelt und Konsumenten in Österreich", erklärte Thomas Fertl, Gentechnik-Experte von Greenpeace Österreich. Bevor der Raps zugelassen wurde, gab es Feldversuche in Großbritannien. Die belgische Gentech-Behörde kommt nach den Freilandversuchen in Großbritannien zum Schluss, dass der Anbau von Gentech-Raps die Umwelt mehr schädigt als der Anbau konventioneller Sorten. Auch wurde festgestellt, dass Insekten den Raps-Pollen über mehrere Kilometer vertragen. Derartige Forschungsergebnisse belegen, dass es praktisch unmöglich ist, Gentech-Saaten unter Kontrolle zu halten und den gentechnik-freien Anbau zu schützen.

Die Umweltorganisation Greenpeace warnt aber vor weiteren Gentech-Pflanzen, die auf EU-weite Zulassungen warten. Bei der nciht zugelassenen Raps-Art handelt es sich um den Raps "MS8xRF3", der durch Genmanipulation gegen ein Herbizid resistent ist.

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