Zahl der Verkehrsopfer sinkt

Verkehrsclub fordert null Tote im Straßenverkehr

Die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen ist in den vergangenen 20 Jahren trotz eines deutlich gestiegenen Kfz-Bestandes um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag sank die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen um 55 Prozent von 15 050 im Jahr 1980 auf 6842 Personen im Jahr 2002. Auch die Zahl der Verletzten nahm im gleichen Zeitraum um 12 Prozent von 412 672 auf 362 054 ab. Trotz der stetig zurückgehenden Zahl der Verkehrsopfer kritisierte der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die bisherige Verkehrssicherheitspolitik als gescheitert und forderte ein radikales Umdenken aller Verantwortlichen. Bisher sei Deutschland im europäischen Vergleich das Schlusslicht bei der Verkehrssicherheit. So liege das Risiko, im Verkehr verletzt zu werden, viermal so hoch wie in Dänemark oder Finnland.

VCD-Bundesgeschäftsführer René Waßmer betonte, "wenn man das Recht des Menschen auf körperliche Unversehrtheit ernst nimmt, gibt es nur eine akzeptable Zahl für Verkehrsopfer: Null!" Dieses langfristige Ziel sei nur mit einem umfassenden Gesamtkonzept zu verwirklichen.

Dazu gehören nach Ansicht des VCD beispielsweise flächendeckende Tempolimits, Kreisverkehre statt Kreuzungen sowie neue Zulassungsvoraussetzungen für Fahrzeuge anhand des europäischen Crash-Tests EuroNCap, der sowohl Insassen- als auch Fußgängerschutz berücksichtige.

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