Urwald- und Meeresschutz
"Kids for Forests" übergeben Trittin Schatzkarte zum Artenschutz
"Urwälder sind wichtige Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen, außerdem sind sie notwendig für den Schutz des Klimas", sagt die 11- jährige Sarita Apel aus einem Greenteam aus Wiesbaden. "Sie sind ein Paradies. Deshalb müssen wir sie schützen!"
Die Kids übergeben zudem etwa 5000 Postkarten von Kindern und Jugendlichen mit Forderungen für Bundeskanzler Gerhard Schröder. "Kanzler Schröder muss Urwald- und Meeresschutz zur Chefsache machen. Das wichtigste sind Schutzgebiete. Aber die kosten Geld, das vor allem von den reichen Ländern kommen muss", sagt Justus Rollin, 17, von der Greenpeace-Jugendgruppe Schwerin.
Nach dem Motto "Sie übernehmen Ihren Teil und ich übernehme meinen Teil" gehen die Kinder und Jugendlichen selbst den ersten Schritt: Sie verpflichten sich, Papier zu sparen und Recyclingpapier zu verwenden. Ihre Eltern wollen sie davon überzeugen, nur Holz und Papier zu kaufen, für das keine Urwälder zerstört wurden. Einige setzen sich sogar dafür ein, dass ihre Schule urwaldfreundlich wird: Vom Bleistift bis zum Sportgerät soll nur Holz aus ökologischer Waldnutzung verwendet werden.
"Kids for Forests" ist ein internationales Greenpeace-Projekt von Kindern und Jugendlichen in insgesamt 19 Ländern. Tausende von Kindern haben gebastelt, gedichtet, gemalt und geschrieben, um Schatzkisten zu füllen, die sie den Politikern auf der CBD übergeben werden. Zwei der Jugendlichen, die heute Trittin besuchen, werden auch nächste Woche als Teil der internationalen "Kids for Forests"- Delegation mit nach Malaysia fahren. Bereits auf der letzten CBD-Konferenz 2002 in Den Haag ernannten die "Kids for Forests" den Umweltminister zum Urwaldbotschafter.
Vom 9.-20. Februar verhandeln die Vertragsstaaten der Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) im malaysischen Kuala Lumpur über die Einrichtung eines weltweiten Netzwerks von Schutzgebieten zu Land und zu Wasser. Damit wollen sie das Artensterben bis 2010 deutlich verringern. Weltweit sind 80 Prozent der ursprünglichen Urwälder bereits zerstört. Drei Viertel der kommerziell genutzten Fischbestände sind überfischt oder am Rande der Überfischung. Zur Zeit sterben bis zu 150 Tier- und Pflanzenarten pro Tag aus.
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Am 05. Feb. 2004 unter:
politikStichworte:
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