Wettstreit der Argumente

Debattier-Weltmeisterschaft für Schüler in Stuttgart

Stuttgart ist im Februar Gastgeber der 16. Debattier-Weltmeisterschaft. Damit findet diese erstmals in einem nicht-englischsprachigen Land statt. Rund 150 Schüler aus 29 Ländern der Erde treten in zehn Runden in einen Wettstreit der Argumente ein, teilten die Veranstalter am Montag mit. Debattiert wird ausschließlich auf Englisch. Favoriten sind die Teams aus England, Australien und Neuseeland. Deutschland möchte nach den Worten der Vorsitzenden der Debating Society Germany, Angelika Höness, das beste nicht-englischsprachige Team werden. Die Mannschaft aus Wales habe man immerhin schon zweimal schlagen können.

Die Debatten laufen nach dem Vorbild des britischen Unterhauses ab. Die eine Mannschaft versucht, in der Rolle der Regierung einen Antrag durchzubringen. Das andere Team bildet die Opposition. Die Regierung hat das letzte Wort, die Opposition muss während der Debatte mindestens zwei Zwischenfragen stellen. Die Themen drehen sich um die Frage des Kopftuchs in der Schule, einen möglichen EU-Beitritt der Türkei oder Gewalt in den Medien.

Jedes Team besteht aus fünf Schülern, von denen zwei als "Auswechselspieler" fungieren. Hinzu kommen ein Mannschaftsführer und zwei Schiedsrichter. Die Sieger werden nach der Überzeugungskraft ihrer Argumente, der Struktur der Argumentation und deren Präsentation bewertet.

1988 wurde die Debattier-Weltmeisterschaft erstmals ausgetragen.

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