headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Erhalt von Lacoma

Hungerstreik gegen Braunkohlenbagger

In Lacoma bei Cottbus werden ab Donnerstag zwei junge Menschen in einem von Abriss bedrohten Haus in den unbefristeten Hungerstreik treten. Franziska Liesigk (26) und Robert Künne (22) wollen damit gegen die anhaltenden Vorbereitungen für den Braunkohletagebau protestieren. "Wir wehren uns dagegen, dass in Lacoma immer mehr zerstört und abgerissen wird, bevor überhaupt über die Zukunft der Lacomaer Teichlandschaft entschieden ist." begründen Franziska und Robert ihren Schritt. Bis zu dieser Entscheidung wäre das Aussetzen aller Abrisse im Dorf möglich.

Sudan

Bedrohliche Lage für Vertriebene in Darfur

Die Vertriebenen in der Region Darfur im Westen des Sudan befinden sich in einer äußerst bedrohlichen Lage. Die dringend benötigte Hilfe bleibt jedoch weiterhin aus. Die Organisation ÄRZTE OHNE GRENZEN, die als eine der wenigen Nichtregierungsorganisationen in Darfur arbeitet, fordert daher mit Nachdruck ein stärkeres internationales Engagement. Zudem ist der Zugang in dieser Region für humanitäre Helfer bislang extrem eingeschränkt und muss ausgeweitet werden.

Naturkatastrophen

Prävention billiger als Hilfe nach der Katastrophe

Naturkatastrophenprävention bringt mehr als die Hilfe danach. Zu diesem Schluss kommt die britische Hilfsorganisation Tearfund. Westliche Regierungen sollten daher in den ärmeren Ländern schon vorher dafür Sorge tragen, dass die Schäden durch Naturereignisse so gering wie möglich bleiben, erklärte die Organisation in dem aktuell veröffentlichten Report "Before Disaster strikes". Katastrophenvorsorge müsse dabei nicht notwendigerweise teurer sein, so die Autorin des Reports Sarah La Trob. Westliche Regierungen und andere internationale Hilfsorganisationen gäben für nachträgliche Unterstützung wesentlich mehr aus.

Haftstrafe für Autobahnraser

Tempolimit auf Autobahnen soll Unfälle verhindern

Das Amtsgericht Karlsruhe hat am heutigen Mittwoch den 34-jährige Versuchsingenieur von DaimlerChrysler zu eineinhalb Jahren Haftstrafe verurteilt. Er hatte im vergangenen Sommer einen Unfall auf der A 5 bei Karlsruhe verursacht, bei dem eine 21-jährige Frau und ihre zweijährige Tochter ums Leben kamen. Er wurde wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen und fahrlässiger Verkehrsgefährdung verurteilt. Anlässlich des Urteils kritisiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. eine "nachsichtige" Behandlung von Verkehrs-Rambos durch die Justiz. Bei einem generellen Tempolimit von 120 km/h wäre der tödliche Unfall auf der A 5 bei Karlsruhe nicht passiert.

SPD legt zu

Union verliert eigene Umfragen-Mehrheit

Der angekündigte Wechsel an der Führungsspitze zahlt sich für die SPD in den Umfragen aus. In einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin ?Stern? stieg die SPD im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 26 Prozent. Die Grünen blieben bei elf Prozent. Die Union erlitt mit dem Rückgang von 49 Prozent auf 47 Prozent eine leichte Einbuße. Für die FDP würden der Umfrage zufolge unverändert sieben Prozent der Wähler stimmen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre. Die PDS würde mit fünf Prozent den Einzug in den Bundestag schaffen, die sonstigen Parteien lägen unverändert bei zusammen vier Prozent. Dies bedeutet, dass die Union keine eigene Mehrheit hätte, wenn der Bundestag jetzt gewählt würde.

Länder sollen nachbessern

Umweltstandards bei Agrarreform unzureichend

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat von den Bundesländern Nachbesserungen bei der Agrarreform gefordert. Der bisherige Gesetzentwurf lege keine ausreichenden Umweltstandards fest. Ohne sie würde es sich vielerorts stärker lohnen, Felder und Wiesen still zu legen, anstatt sie sinnvoll zu bewirtschaften. Die Länder hätten sich zwar darauf geeinigt, Agrarsubventionen nicht mehr nach Produktionsmengen, sondern nach einem einheitlichen Flächensatz zu vergeben. Bei den heute beginnenden Bundesratsabstimmungen über die Umsetzung der EU-Agrarreform müsse jedoch die Grünlandprämie nachgebessert werden. Mit durchschnittlichen rund 80 Euro pro Hektar zu Beginn der Reform sei sie eindeutig zu niedrig.

Weltkonferenz über biologische Vielfalt

Bundesregierung missachtet Siegel bei Tropenholz-Beschaffung

Die Umweltorganisation Robin Wood fordert anlässlich der siebten Weltkonferenz über biologische Vielfalt in Malaysia eine konsequente Umstellung der Beschaffungspolitik des Bundes. Die Regierung solle die im Koalitionsvertrag vereinbarten Schritte zum Schutz der Wälder nun in die Tat umsetzen. Die Vereinbarung zwischen SPD und Grünen sieht unter anderem vor, dass die Bundesregierung bei ihrer eigenen Beschaffung Tropenholz nur dann berücksichtigt, wenn es das FSC-Siegel trägt. Die Realisierung dieses überschaubaren Vorhabens stehe immer noch aus, so die Kritik.

Seniorengerechte Technik

Handy-Menüs überfordern Senioren

Untersuchungen im Rahmen des Projekts SENTHA (Seniorengerechte Technik an der TU-Berlin haben gezeigt, dass die Bedienung eines Handy-Menüs für ältere Menschen oft zum Problem wird. Um diese Barriere zu beseitigen genüge es auch nicht, die Tastatur einfach zu vergrößern, das Hauptproblem stelle vor allem die Logik des Menüaufbaus dar. Ziel des Forschungsprojekts ist eine bessere, gebrauchsgerechtere Technik, die selbstständige Lebensführung von Rentnern in den eigenen vier Wänden ermöglicht.

Kartellrechtsverfahren

EU weist Kompromissvorschlag von Microsoft zurück

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat der EU-Kommission einen Kompromiss-vorschlag unterbreitet, der die Richter im Kartellrechtsverfahren von einer Strafe abbringen soll. Wie die Financial Times (FT) berichtet, will Microsoft den mit seiner Software ausgelieferten PCs eine CD-ROM mit Konkurrenzprodukten beilegen. Die Kommission habe diesen Vorschlag allerdings als nicht ausreichend zurück gewiesen. Seit vier Jahren bereits ermittelt die Kommission gegen Microsoft wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung. Besonders die Microsoft-Praxis, den Media-Player mit dem Betriebssystem zu verknüpfen, könne dem Unternehmen eine Strafe von bis zu zehn Prozent seines jährlichen Umsatzes einbringen.

Unbeliebt

Arbeitszeitkonten kaum genutzt

Arbeitszeitkonten sind bei Arbeitnehmern unbeliebt. Das haben Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) in einer Studie herausgefunden. Demnach werden Arbeitszeitkonten von den Beschäftigten bisher nur sehr zögerlich genutzt. Zeitkonten beruhen auf dem Prinzip, Mehrarbeit anzusparen, die später als Freizeit entnommen werden kann. Zum Problem würden Zeitkonten für die Beschäftigten in Phasen starker Arbeitsbelastung.

Kinderhandel

Montenegro klagt gegen Journalisten wegen Rufschädigung

Nach einer Reportage über den Kinderhandel in Montenegro drohen einem britischen Journalisten und seinen vier Mitarbeitern bis zu drei Jahre Gefängnis. Der 27-jährige Dominic Hipkins berichtete für den Sunday Mirror, dass ihm drei Kinder zum Kauf angeboten worden waren, nachdem er sich diesbezüglich interessiert gezeigt hatte. Dies entspricht nach Ansicht des Staatsanwalts in der Hauptstadt Podgorica nicht der Wahrheit. Vielmehr habe Hipkins zusammen mit seinem Team drei Frauen für ihre Falschaussage bezahlt und dadurch das Image Montenegros geschädigt. Dies berichtete der Media Guardian.

Moratorium gegen Grundschleppnetze

1.100 Forscher fordern Schutz der Tiefsee-Korallenriffe

Über 1.100 Meeresforscher aus 69 Staaten haben bei der Konferenz über biologische Vielfalt (CBD) in Kuala Lumpur ein Moratorium gegen die Verwendung von Grundschleppnetzen beim Fischfang angefertigt. Sie forden sofortige Schutzmaßnahmen für die Ökosysteme der Tiefsee. Die Wissenschaftler fordern die UNO-Mitgliedsstaaten auf, auf Hoher See sofort ein weltweites Verbot der Fischerei mit Grundschleppnetzen zu verhängen.

Getestet

Krebserregende Nitrosamine in Luftballons gefunden

17 von 21 untersuchten Kinder- und Party-Ballons enthalten hohe Konzentrationen Krebs erzeugender Nitrosamine. Das hat das Greenpeace-EinkaufsNetz bei Tests festgestellt. Rückstandsfrei sei keiner der getesteten Ballons gewesen. Die Untersuchung zeige auch, dass die Giftstoffe beim Aufblasen der Ballons leicht über den Mund aufgenommen und verschluckt werden können. Nitrosamine gehören zu den stärksten bekannten Krebs auslösenden Stoffen beim Menschen und können vor allem Leber- und Magentumore erzeugen. 81 Prozent der untersuchten Ballons überschritten deutlich den vom Bundesinstitut für Risikobewertung und -kommunikation (BfR) empfohlenen Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Kilogramm Ballonmasse (bis zum 46-fachen).

Abgelehnt

Disney weist Comcast zurück

Das Disney-Board hat in der Nacht auf den heutigen Dienstag das Übernahmeangebot von Comcast abgelehnt. Das berichtete das Wall Street Journal. Der Kabelbetreiber Comcast, der vergangene Woche insgesamt rund 66 Milliarden Dollar für Disney geboten hatte, reagierte auf die Ablehnung mit Unverständnis. Wie eine Sprecherin gegenüber dem Wall Street Journal erklärte, handele es sich bei dem Angebot um einen einwandfreien und zwingenden Vorschlag, von dem die Aktionäre beider Unternehmen profitieren könnten.

Nur fürs Image

Weniger Gentech-Pflanzen mit Nutzen für Verbraucher

Gentech-Konzerne versuchen verstärkt, mit Inhaltsstoffen wie gesunde Pflanzenölen, samenlosen Früchten und vitaminreichen Gemüse um Konsumenten zu werben. Dahinter steckt vor allem der Versuch, das Image von Gentech-Pflanzen zu verbessern. Auf dem Markt würden die neuen Entwicklungen auch in den nächsten fünf Jahren kaum erscheinen. Das zeigt der aktuelle Bericht "Verschobene Marktreife" des Gen-ethischen Netzwerkes e.V. (GeN). Die Studie untersucht, welche neuen transgenen Pflanzen entwickelt werden und wann sie auf den Markt kommen sollen. Ergebnis: Entgegen aller Versprechungen nehme die Anzahl der Versuche mit transgenen Pflanzen, die den KonsumentInnen mehr Nutzen bringen sollen, seit Mitte der 90er Jahre ab. Die Veränderung der Qualität sei technisch schwierig und der ökonomische Erfolg der Produkte ungewiss.

Umweltziel verfehlt

Stolpe kündigt Vertrag mit Toll-Collect

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe hat den Maut-Vertrag mit Toll-Collect gekündigt. Umweltverbände sehen damit ein zentrales Projekt rot-grüner Verkehrspolitik für mehr Kostengerechtigkeit im Verkehr als gescheitert an. Die dringend notwendige und als Politikziel formulierte Vermeidung überflüssiger Transporte und die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene sei nach dem Aus für Toll-Collect in dieser Legislaturperiode so nicht mehr zu erreichen, so der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert, Stolpe müsse sofort einen realistischen Zeitplan für eine andere Art der Maut-Erhebung vorlegen und dafür sorgen, dass sie schnellstmöglich im gesamten Straßennetz kassiert werden könne. Die jetzt eintretenden finanziellen Zwänge sollten außerdem zum Anlass genommen werden, den Bundesverkehrswegeplan durchzuforsten und die ökologisch verheerenden und ökonomisch sinnlosen Projekte zu streichen.

Tierquälerei

Strafanzeige gegen Verursacher der Ölpest in der Nordee

Der Deutsche Tierschutzbund hat Strafanzeige gegen den noch unbekannten Verursacher der Ölkatastrophe in der Nordsee erstattet, die bislang rund 600 Seevögeln das Leben gekostet hat. Die Organisation sehe den Straftatbestand der Tierquälerei als gegeben, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Bislang sind über 3.000 Vögel von der Katastrophe betroffen. Es ist davon auszugehen, dass die meisten der mit Öl verschmutzten und geschwächten Tiere in den nächsten Tagen verenden werden. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei Husum hätten erste Analysen ergeben, dass es sich bei der Verschmutzung um Schweröl mit Anteilen von Motoröl handelt.

Beifang

Seevögel abhängig von menschlicher Fischerei

Zahlreiche Seevögel ernähren sich vom Beifang der menschlichen Fischerei. Ein plötzlicher Fangstopp könne daher die Bestände seltener Vögel gefährden. Das ergab eine Untersuchung der Universität Jena. Die Forscherin Simone Pfeiffer hatte von 1986 bis 2002 unter der Leitung des Wissenschaftlers Robert W. Furness von der Universität Glasgow die Populationen von Vögeln auf der Shetland-Insel Foula untersucht. Das Ergebnis: "Fischer machen mehr Beute, als ihnen bewusst ist. Denn ihre Fangmenge beeinflusst auch das Fressverhalten der Seevögel", erklärt die Expertin.

60 Prozent

Dosenpfand stabilisiert Mehrwegquote

Die Einführung des "Dosenpfandes" hat zu einer dauerhaften Stabilisierung der Mehrwegquote geführt. Das berichtet die Deutsche Umwelthilfe e.V.(DUH). Seit Januar 2003 liege die Mehrwegquote fast exakt bei etwas über 60 Prozent. Damit besteht nach Ansicht der DUH die notwendige Investitionssicherheit für rund 14.000 auf Mehrweg setzende Betriebe der Getränkewirtschaft mit ca. 200.000 Arbeitsplätzen. Auch die Umwelt profitiere pro Jahr durch 450.000 Tonnen weniger Klimagas und über eine Milliarde weniger fehlgeworfener Einwegverpackungen.

Hausarztmodell

Keine Entlastungen bei der Praxisgebühr vor Jahresende

Die gesetzlich Krankenversicherten können auf absehbare Zeit nicht damit rechnen, durch die Teilnahme an Hausarztmodellen die Praxisgebühr zu sparen. Die Spitzenverbände von Ersatz-, Innungs-, Betriebs- und Allgemeinen Ortskrankenkassen verwiesen am Dienstag darauf, dass keine Rahmenempfehlungen vorliegen und die Verhandlungen zwischen Kassen und Kassenärztlichen Vereinigungen in den Regionen noch ausstehen. So müssten unter anderem die Qualitätsstandards und Honorare für die teilnehmenden Ärzte festgelegt werden.