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unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Atomkraft

Kernenergiebetreiber sehen ihre Kraftwerke europaweit im Aufwind

Das Deutsche Atomforum e.V. (DAtF) sieht die Kernenergie europaweit im Aufwind. Das ist die zentrale Botschaft der Wintertagung des DAtF in Berlin, die in diesem Jahr unter dem Motto "Kernenergie und Versorgungssicherheit in der erweiterten Europäischen Union" steht und an der rund 200 internationale Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teilnehmen. Mit durchschnittlich rund 35 Prozent stelle die Kernenergie nach fossilen Brennstoffen die zweitwichtigste Stromquelle in der Europäischen Union (EU) dar.

Rektoren zu Studiengebühren

Rückzug des Staates aus Hochschulfinanzierung abgelehnt

Der Vorsitzende der baden-württembergischen Rektorenkonferenz, Rektor Dieter Fritsch (Stuttgart), gab heute seitens der neun Landesuniversitäten zu dem Konzept des Wissenschaftsministeriums "10 Eckpunkte zur Einführung sozialverträglicher Studiengebühren" eine vorläufige Stellungnahme ab. "Schon heute kann ich dazu sagen, dass die Universitäten die Einführung von Studiengebühren dann strikt und mit allem Nachdruck ablehnen, wenn damit ein Rückzug des Staats aus der Hochschulfinanzierung verbunden sein soll", so Dieter Fritsch.

Rote Hände zeigen

Aktion gegen Rekrutierung von Kindern als Soldaten am 12. Februar

In vielen Ländern der Welt werden Kinder gezwungen, Gewalt auszuüben und zu töten. Die Zahl der Kindersoldaten wird auf 300.000 geschätzt - und es werden mehr. Die Aktion Weißes Friedensband hat zum 12.2.2004 zur Aktion Rote Hand aufgerufen. Viele Schüler und Erwachsene zeigen rote Hände und schicken Digitalfotos davon an die Aktion weißes Friedensband. 700 SchülerInnen des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Köln stellen sich zu einem Luftbild auf. Weltweit demonstrieren Menschen mit der roten Hand für den Schutz der Kinder in Kriegen.

Kohlenstoff - Soll und Haben

Weltweit größtes Projekt zur Erforschung des globalen Kohlenstoffkreislaufes

Über 100 europäische Forschungsinstitutionen haben sich vom 19. bis 22. Januar in Spoleto, Italien, getroffen, um "CarboEurope", das weltweit größte Projekt zur Erforschung des europäischen Kohlenstoffhaushaltes auf den Weg zu bringen. Das vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena koordinierte Projekt wird von der Europäischen Kommission von 2004 bis 2008 mit mehr als 16 Millionen Euro gefördert, hinzu kommen weitere 30 Millionen Euro aus nationalen Haushalten. Ziel ist es, die Kohlenstoffbilanz ganz Europas zu berechnen und seine Kohlenstoffquellen und -senken in ihrer regionalen Verteilung und zeitlichen Dynamik zu bestimmen.

Minderheiten schützen

Hilfe zur Selbsthilfe für irakische Wissenschaftler

Beim Wiederaufbau des Irak helfen auch deutsche Wissenschaftler mit: In einem Kurs für zehn von der deutschen Vertretung ausgewählte irakische Wissenschaftler unterrichtet Dr. Hans-Joachim Heintze (Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der RUB, IFHV) über Minderheitenschutz. Dieses Seminar ist eines von fünf, die ab dem 10. Februar in Berlin stattfinden. Mit aktuellen Erkenntnissen aus Politikwissenschaft und Völkerrecht will man Möglichkeiten diskutieren, wie multiethnische Konflikte in dem vom Krieg gezeichneten Land gelöst werden können.

Serbien

Zoran Djindjic erhält posthum Jenaer Menschenrechtspreis

Der Preis der Ulrich-Zwiener-Stiftung für Internationale Verständigung und Menschenrechte soll "ein deutliches Zeichen setzen", sagte Preisstifter Prof. Dr. Dr. Ulrich Zwiener von der Universität Jena. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung werde vergeben an eine Persönlichkeit, die sich für internationale Verständigung einsetzt und dabei immer wieder auch die Menschenrechte einfordert. Daher wird der Preis 2004 an Dr. Zoran Djindjic vergeben, gab Zwiener am Donnerstag bekannt.

Nach dem Erdbeben im Iran

Malteser verbessern Gesundheitheitswesen und Bildung in Bam

Mit einem Hilfsprogramm im Wert von zunächst 400.000 Euro beteiligen sich die Malteser nur knapp 6 Wochen nach dem verheerenden Erdbeben im südiranischen Bam am Wiederaufbau der fast völlig zerstörten Stadt. Für rund 23.000 Menschen werden vorerst 15 Gesundheitshäuser wieder errichtet, um die medizinische Grundversorgung zu sichern. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Maltesern und dem "Kerman NGO's House" bildet die Grundlage dieser Wiederaufbauhilfen.

Urwald- und Meeresschutz

"Kids for Forests" übergeben Trittin Schatzkarte zum Artenschutz

Mit einer Schatzkarte wiesen heute 25 Greenpeace-"Kids for Forests" (Kinder für den Urwald) Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) den Weg zu mehr Artenschutz. Urwälder und Meere seien die Schatzkammern der Erde. Der Lebensraum von Orang-Utans, Gorillas und Schweinswale solle erhalten bleiben. Mit der Schatzkarte wollen die Kinder und Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren den Minister auf die nächste Woche beginnende Artenschutzkonferenz (CBD) in Malaysia vorbereiten, an deren Abschluss er vom 18. bis 20. Februar teilnehmen wird.

Umweltentlastung

Zentrum für ökologisches Bauen in Münster eröffnet

Das in Deutschland einmalige Demonstrationszentrum für Energie sparendes und ökologisches Bauen der Handwerkskammer Münster (Paul Schnitker-Haus) ist eröffnet. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 1,5 Millionen Euro geförderte Zentrum soll Umweltschutz und Handwerk stärker verzahnen und so der Bauwirtschaft neue ökologische Impulse geben. "Obwohl Bauen heute vielfach von internationalen Unternehmen geprägt ist, wird doch nach wie vor die große Masse der Baumaßnahmen von kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben ausgeführt", sagte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde heute bei der Eröffnung. "Als Praktiker vor Ort kommt somit dem kleinen Handwerksbetrieb eine entscheidende Schlüsselposition zu."

"Blinde Passagiere" bedrohen das Meer

International strenge Regulierung von Ballastwasser gegen Artentourismus

Sie sind für das bloße Auge oft kaum sichtbar, machen aber einen der größten Bedrohungsfaktoren für das Ökosystem Meer aus, wie die Umweltschutzorganisation WWF heute mitteilt: Invasive Arten, aus fremden Ozeanen über das Ballastwasser der Schiffe beispielsweise in die Nordsee eingeschleppt, verdrängen heimische Meeresbewohner und bringen damit die gesamte Nahrungskette aus dem Lot. So beispielsweise verschiedene giftige Algenarten. Rund zehn Milliarden Tonnen Ballastwasser sorgen jährlich auf den Schiffen für eine stabile Lage. Wenn ein Schiff Ballastwasser aus dem Meer aufnimmt, sind darin winzige Organismen wie Plankton, wirbellose Tiere, Fischlarven und Krankheitserreger enthalten. Diese "Einbürgerungen" haben zum Teil gravierende gesundheitlichen Folgen für Verbraucher und finanziellen Konsequenzen für die Fischerei.

Urwälder und Meere

Eine Milliarde Euro aus Deutschland für den Umweltschutz gefordert

Deutschland muss auf der am Montag beginnenden UN-Artenschutzkonferenz (CBD) eine Milliarde Euro pro Jahr für Schutzgebiete bereit stellen, fordern am Mittwoch 13 Umweltschutzorganisationen in einer gemeinsamen Resolution von der Bundesregierung. Statt Milliarden umweltschädlicher Subventionen zum Beispiel für Verkehrsprojekte und Landwirtschaft auszugeben, sollte die Regierung das Geld für Schutzgebiete in Urwäldern und Meeren verwenden. Jeder für den globalen Schutz der Arten und ihrer Lebensräume investierte Euro brächte 100 Euro Gewinn für die Volkswirtschaft, weil Trinkwasser und Bergwälder geschützt sowie Hochwasser vermieden würden.

Afrika: Flucht vor Gewalt

Nothilfeprojekt für Zehntausende Vertriebene im Norden Ugandas

Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den Rebellen der "Lord´s Resistance Army" (LRA) im Norden Ugandas führen zu brutalen Angriffen auf Hunderttausende Zivilisten. Zeugen berichten von Mord, Verstümmlung, Entführung und Vergewaltigung. Die internationale Organisation Ärzte ohne Grenzen hat im Norden des Landes ein Nothilfeprogramm für Zehntausende Vertriebene gestartet, die vor den Gewaltakten fliehen.

Euro-4-Norm

Umweltfreundlicher Autokauf wird 2004 noch belohnt

Die Euro-4-Norm ist die derzeit anspruchsvollste europäische Schadstoffnorm für Kraftfahrzeuge. Nur bei Fahrzeugen, die diese Norm einhalten, gibt es daher eine Kfz-Steuerbefreiung von max. 306,78 Euro (Benziner) bzw. 613,55 Euro (Diesel). Die Käufer werden also finanziell dafür belohnt, wenn sie sich für ein umweltschonendes Fahrzeug entscheiden.

Abschaffung der Wehrpflicht

Wissenschaftler empfiehlt mehr gemeinnützige Arbeit als Zivildienstersatz

Im Hinblick auf die aktuell diskutierte Abschaffung des Zivildienstes bis 2008 legt Prof. Dr. Hermann Scherl von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg in einer Konzeptstudie dar, dass die neuen gesetzlichen Regelungen zur Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe neue Möglichkeiten eröffnen, bisherige Zivildienstplätze kostengünstig aus dem Kreis der Empfänger des neuen Arbeitslosengeldes II zu besetzen. Denn: Voraussichtlich wird es auch bis 2008 noch weit über eine Million Empfänger des Arbeitslosengeldes II geben.

Steuerreform

DIW befürwortet Besteuerung der Renten

Ein sozial ausgeglichener Beitrag der heutigen Rentnergeneration zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung ist mittels einer Revision der Besteuerung von gesetzlichen Renten möglich und - wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert - auch längst überfällig. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem jüngsten Wochenbericht 6/2004. Der zu versteuernde Anteil sollte aber nicht schrittweise bis zum Jahr 2020 angehoben und auch nicht für jeden Rentenjahrgang konstant gehalten werden, sondern bereits die heutige Rentnergeneration deutlich stärker belasten.

Umweltbewusst Autofahren

Deutsche Autofahrer könnten sofort zehn Milliarden Euro sparen

Wirtschaftswissenschaftler der Universität Hohenheim errechnen das Einsparpotenzial einer neuen Fahrkultur. Werner F. Schulz vom Fachgebiet Umweltmanagement der Universität Hohenheim und seine Mitarbeiter Bettina Klotz und Christoph Nun haben das Mobilitätsverhalten deutscher PKW- und LKW-Fahrer unter die Lupe genommen und das jährliche Einsparpotenzial einer so genannten ökoeffizienten Fahrweise anhand der Daten für das Jahr 2002 errechnet. Ergebnis: Bundesweit könnten jährlich rund 10 Milliarden Liter Kraftstoff - über 8 Milliarden bei PKW und knapp 2 Milliarden bei LKW - sofort eingespart werden.

Reisen für Behinderte und Senioren

Fünf Milliarden Euro Einnahmen durch barrierefreien Tourismus möglich

Bis zu fünf Milliarden Euro im Jahr könnte die Tourismusbranche zusätzlich erwirtschaften, wenn sie auch die Bedürfnisse von behinderten und älteren Menschen optimal berücksichtigen würden. Bis zu 90.000 Arbeitsplätze könnten so geschaffen werden. Das ist das Ergebnis einer Studie vom Institut für Geographie und dem Institut für Verkehrswissenschaft der Universität Münster und den Beratungsunternehmen Neumann Consult und Reppel+Lorenz, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt wurde. Mit 20.000 verschickten und 4400 beantworteten Fragebögen ist die Untersuchung die bisher umfangreichste ihrer Art.

Militarisierung der EU

Proteste gegen Münchener "Sicherheitskonferenz"

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat seine Mitglieder zu Protesten gegen die "Sicherheitskonferenz" aufgerufen, die vom 6. bis 7. Februar in München stattfindet. Die Gegenaktionen, zu denen eine Friedenskonferenz, eine Menschenkette, eine Demonstration und ein Festival gehören, sollen zeigen, dass die NATO-Verteidigungunsminister und die Vertreter von Militär und Rüstungsindustrie in München nicht willkommen sind, sagte Bernd Michl von Attac München: "Trotz anders lautender Propaganda wissen die Menschen, dass es beim Krieg gegen den Irak nicht um Massenvernichtungswaffen oder Menschenrechte ging, sondern um die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen."

Geflügelpest

Influenza-Impfempfehlung für Asienreisende

Gegenwärtig ist es durch die in Südostasien vorkommende Vogelgrippe (Influenza-Virustyp H5N1) dort auch zum Auftreten von einzelnen Erkrankungen und Todesfällen bei Menschen gekommen. Eine gleichzeitige Infektion mit den aktuell zirkulierenden humanen Influenzaviren und dem Vogelgrippe- bzw. Hühnerpestvirus birgt das Risiko eines Neukombination (Reassortment) beider Viren und damit die Gefahr eines pandemischen Virus. Um ein derartiges Risiko zu mindern, empfiehlt das Robert Koch-Institut, unterstützt durch ein Votum der Ständigen Impfkommission, Personen, die sich in der betroffenen Region aufhalten, die Influenza-Schutzimpfung mit dem für diese Saison zugelassenen Impfstoff. Ein Impfschutz gegen aviäre Influenza-Viren wird hierdurch nicht aufgebaut.

EU-Haftpflicht

Mehr Versicherungsschutz für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen

Verletzungen von Radfahrern und Fußgängern sollen bei Unfällen mit Autos künftig grundsätzlich von der Haftpflichtversicherung des Autofahrer abgesichert werden. Diese Absicherung soll unabhängig von der Schuldfrage gelten. Das sieht die fünfte Autoversicherungs-Direktive der EU vor. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hatte sich gemeinsam mit dem Europäischen Radfahrerverband ECF für diese Regelung eingesetzt und wertete den Beschluss als Erfolg seiner politischen Arbeit.