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unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Schädlicher als konventionelle Sorten

Belgien blockiert EU-Zulassung für Gen-Raps

Die belgische Regierung blockiert die EU-weite Zulassung für eine genetisch veränderte Rapspflanze. Dies berichtet die Umweltorganisation Greenpeace. Die belgischen Umwelt- und Gesundheitsminister haben am Montag bekannt gegeben, dass die belgischen Behörden negative Auswirkungen des Gentech-Raps auf die Artenvielfalt sowie eine unkontrollierte Ausbreitung befürchten. Bauern würden nicht im Stande sein, die Verunreinigung ihrer Felder und Saaten zu vermeiden. Der genetisch manipulierte Raps, dessen Zulassung verweigert wird, stammt von Bayer CropSciences.

Gefährliche Landwirtschaft

Heimische Vogelarten sterben aus

Auf die dramatischen Bestandsrückgänge vieler heimischer Feldvogelarten hat heute der Naturschutzbund NABU hingewiesen. In Deutschland müssten derzeit über 65 Prozent der in der Agrarlandschaft heimischen Feldvögel auf der Roten Liste der Brutvögel geführt werden. Einge der für Deutschland typischen Arten wie Rebhuhn, Kiebitz oder Feldlerche seien bereits ganz verschwunden. Eine aktuelle Studie der Naturschützer belege, dass die Intensivierung der Landwirtschaft die mit Abstand wichtigste Ursache für die teilweise tragischen Entwicklungen sei.

Lebensraum zerstört

Kiesabbau bedroht Meerestiere

Umweltschützer warnen für einer neuen Gefahr für das Leben im Meer: Kiesabbau. Maschinen saugten in deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee jährlich über drei Millionen Kubikmeter Sand und Kies vom Meeresboden. Damit würden wertvoller Lebensraum zahlreicher Arten weit über die Abbauflächen hinaus vernichtet werden. Umweltverbände befürchten, dass sich der Meeresgrund von diesem Raubbau nicht mehr erholt und das Ökosystem Meer darunter leidet, da der Kie eine Reinigungswirkung für das Ökosystem hat. "Wollten wir diese Reinigungswirkung mit Maschinen erzielen, müssten wir jährlich 500 Millionen Euro aufwenden.", so Gisbert Jäger vom Umweltschutzverband Hohe Tied.

Zahl der Verkehrsopfer sinkt

Verkehrsclub fordert null Tote im Straßenverkehr

Die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen ist in den vergangenen 20 Jahren trotz eines deutlich gestiegenen Kfz-Bestandes um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag sank die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen um 55 Prozent von 15 050 im Jahr 1980 auf 6842 Personen im Jahr 2002. Auch die Zahl der Verletzten nahm im gleichen Zeitraum um 12 Prozent von 412 672 auf 362 054 ab. Trotz der stetig zurückgehenden Zahl der Verkehrsopfer kritisierte der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die bisherige Verkehrssicherheitspolitik als gescheitert und forderte ein radikales Umdenken aller Verantwortlichen. Bisher sei Deutschland im europäischen Vergleich das Schlusslicht bei der Verkehrssicherheit. So liege das Risiko, im Verkehr verletzt zu werden, viermal so hoch wie in Dänemark oder Finnland.

Geheilt

Akupunktur-Studie zeigt gute Ergebnisse

Die ersten Studienergebnisse des Modellprojekts "Akupunktur" zeigen gute Ergebnisse für die traditionelle chinesische Behandlungsform. Das berichtet der Medical Tribune Deutschland in seiner jüngsten Online-Ausgabe. An der Studie nahmen 250.000 Patienten und 10.000 Ärzte teil. In der ersten Studie wurde festgestellt, dass Akupunktur dauerhaft gegen Kopf- und Nackenschmerzen hilft. Auch bei Heuschnupfen hätten Erfolge verzeichnet werden können.

Kriminologe Pfeiffer

Lust auf Leben wecken statt Gewalt durch Computerspiele

Der Kriminologe Christian Pfeiffer sieht die Misshandlung eines Schülers an einer berufsvorbereitenden Schule in Hildesheim als ein Resultat zunehmender Medienverwahrlosung unter Jugendlichen. Gerade das ständige Betrachten von brutalen Szenen in Actionfilmen und bei Computerspielen führe zu einer "extremen Desensibilisierung", sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen am Dienstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp in Hannover.

10 Milliarden Euro Defizit

Städtetag warnt vor Verschärfung der Finanzkrise bei Kommunen

Der Deutsche Städtetag warnt vor einer weiteren Verschärfung der Finanzkrise bei den Kommunen. "Die Finanzkrise hat sich 2003 weiter verschärft und wird sich auch 2004 nicht verbessern", warnte die Verbandspräsidentin, Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), am Dienstag in Berlin. Während das Gesamtdefizit der kommunalen Haushalte von knapp 4,7 Milliarden Euro im Jahr 2002 auf 9,7 Milliarden im vergangenen Jahr zunahm, wird für 2004 mit einem Anstieg auf zehn Milliarden Euro gerechnet. Dem Rekorddefizit stünde ein Tiefststand bei den Investitionen gegenüber. Außerdem hätten die Kommunen weiter mit steigenden Sozialausgaben zu kämpfen.

Pleite

Zahl der Insolvenzen in Europa steigt langsamer

Im vergangenen Jahr meldeten 157.138 Unternehmen in Westeuropa Insolvenz an. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Creditreform-Studie. Das seien knapp 6.000 Firmen oder 3,9 Prozent mehr als noch in 2002. Damit habe sich die Zunahme der Insolvenzen verlangsamt: Waren in 2002 noch 10,7 Prozent mehr Insolvenzen als 2001 zu verzeichnen, ging die Steigerungsrate um 6,8 Prozentpunkte zurück. Die Steigerungsrate Deutschlands liege allerdings über der des EU-Durchschnitts: In Deutschland mussten im Vorjahr 39.700 Unternehmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten; das waren 5,5 Prozent mehr als 2002.

Kein AKW sicher genug

BUND veröffentlicht GRS-Gutachten zu Terrorgefahr für AKWs

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine vom Bundesumweltministerium angefertigte Zusammenfassung des Gutachtens der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zu den Terrorgefahren für deutsche Atomkraftwerke ins Internet gestellt. Das Gutachten wurde bislang geheimgehalten. Bei Zeitungsredaktionen seien bereits Auszüge bekannt gewesen und von österreichischen Grünen-Politiker verbreitet worden, so der BUND. Das inzwischen ein Jahr alte Gutachten habe ergeben, dass der gezielte Absturz eines Verkehrsflugzeuges auf ein AKW einen Super-GAU verursachen könnte. Die Umweltorganisation will durch die Veröffentlichung auf die Risiken eines Weiterbetriebes der Reaktoren hinweisen.

In die Wiederaufarbeitung

Atomtransporte in der Nacht zu Mittwoch

Erstmals in diesem Jahr sollen in der Nacht zum Mittwoch Züge mit Atommüll über deutsche Bahnstrecken rollen. Nach Informationen der Umweltschutzorganisation Greenpeace starten die Transporte vermutlich aus vier Atomkraftwerken. So würden abgebrannte Brennelemente aus Neckarwestheim zur Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield gebracht, sagte Greenpeace-Expertin Susanne Ochse. Weitere Züge aus Esenshamm, Stade und möglicherweise auch Grohnde würden die französische Atomfabrik in La Hague ansteuern.

VCD fordert gesetzliche Regelung

Geplante Entschädigungszahlungen der Bahn nicht ausreichend

Fahrgäste der Deutschen Bahn sollen künftig bei erheblichen Verspätungen einen Rechtsanspruch auf Entschädigung erhalten. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne), Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) und Bahnchef Hartmut Mehdorn stellten am Dienstag entsprechende Pläne vor, die Beförderungsbedingungen des Ex-Monopolisten entsprechend zu ändern. Während der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Entscheidung als Weichenstellung in Richtung einer fortschrittlichen Kundenpolitik begrüßte, nannte der Verkehrsclub Deutschland (VCD die angekündigten Entschädigungszahlungen nicht ausreichend. Der Verkehrsclub kritisierte einerseits, dass keine gesetzliche Regelung vorgesehen sei und die Entschädigungen daher nur für die Bahn AG gelten sollen. Andererseits sei die Höhe von nur 20 Prozent, die auch erst ab 60 Minuten Verspätung und nur in Fernzügen gelten soll, viel zu gering.

55 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes

Berlin schafft Zensur für Schülerzeitungen ab

Mit dem Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes am 1. Februar ist auch in Berlin die Zensur von Schülerzeitungen abgeschafft. Darauf weist die Junge Presse Berlin (JPB) hin. Schülerzeitungen müssen nun nicht mehr drei Tage vor Erscheinen ein Exemplar der Zeitung der Schulleitung zur Verfügung stellen. Nur noch in wenigen Ländern - wie etwa Bayern - haben Direktoren das Recht, vorab über den Inhalt der Jugendmedien zu entscheiden und den Vertrieb zu verbieten.

Bundesamt für Naturschutz eingeschaltet

Weiterhin Handel mit geschützten Tieren bei Ebay

Auf den Seiten des Internet-Auktionshauses Ebay werden nach wie vor geschützte Tierarten in erheblichem Umfang gehandelt. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord am Montag mitteilte, hat die Anzahl illegaler Tier-Versteigerungen bei Ebay im Januar 2004 wieder deutlich zugenommen, nachdem Ebay im letzten Jahr aufgrund von Protesten von Naturschützern artgeschützte Produkte zu löschen begann. Unter anderem seien innerhalb weniger Wochen mehrere hundert geschützte Vogelarten, Dutzende Bären- und Raubkatzenfelle, Elfenbeinprodukte sowie Schädel von Leoparden, Delfinen und Belugawalen versteigert worden.

SPD-Fraktionschef

Ausbildungsplatzabgabe soll nun doch kommen

Rot-Grün will nun doch eine Ausbildungsplatzabgabe für Betriebe auf den Weg bringen, die jungen Leuten nicht genügend Lehrstellen anbieten. Die Koalition werde dazu ein Gesetz beschließen, "das der Bundesrat nicht aufhalten kann", sagte SPD-Fraktionschef Franz Müntefering der Oldenburger "Nordwest Zeitung". Einen Entwurf werde die SPD-Fraktion noch im Februar oder Anfang März zusammen mit den Grünen einbringen.

Erst ausbilden, dann rauswerfen?

Wissenschaftler mahnen Zuwanderungsgesetz an

Namhafte deutsche Forschungs- und Hochschulorganisationen haben den anhaltenden Streit über das Zuwanderungsgesetzes kritisiert. In einer Umfrage der "Berliner Zeitung" in ihrer Montagausgabe mahnten sie zügige Regelungen an, um Deutschland für Spitzenforscher attraktiver zu machen. "Wer Bildung und Innovation stärken will, darf das Zuwanderungsgesetz nicht länger blockieren", sagte der Präsident des Deutschen Studentenwerkes, Hans-Dieter Rinkens. Er appellierte an die Union, bei den Verhandlungen mit Rot-Grün flexibler zu sein. "Man kann nicht erst mit milliardenschweren Programmen Talente nach Deutschland holen und sie nach Abschluss des Studiums wieder weg schicken. Das ist äußerst paradox", kritisierte Rinkens.

Arbeitslosigkeit, Scheidungen, Marketingstrategien

Drei Millionen deutsche Haushalte überschuldet

Die Zahl der überschuldeten Haushalte in Deutschland hat sich nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung auf rund drei Millionen erhöht. Gründe für die steigende Überschuldung von Privathaushalten seien die hohe Arbeitslosigkeit, die zunehmende Zahl von Scheidungen sowie neue Marketingstrategien, mit denen Unternehmen für "Konsum auf Kredit" werben. Viele Menschen verlören auch durch die Nutzung von EC-Karten den finanziellen Überblick.

Flugzeugabsturz auf Chemiefabrik droht

Störfallkommission nennt geplante Landebahn in Frankfurt zu gefährlich

Die geplante neue Landebahn im Nordwesten des Frankfurter Flughafens ist nach Ansicht von Experten der Störfallkommission beim Bundesumweltministerium (SFK) unvereinbar mit dem Betrieb des nahe gelegenen Chemiewerks Ticona. Die zehn Sachverständigen der SFK-Arbeitsgruppe "Flughafenausbau" halten das Risiko eines Flugzeugabsturzes über der Anlage und die daraus resultierenden Folgen für zu groß. Ausbaugegner nahmen das am Freitag verkündete Expertenvotum mit Genugtuung auf, befürchten jedoch, dass die Diskussion um die am besten geeignete Bahn-Variante jetzt neu ausbricht. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) brachte auch eine Schließung des Werks ins Gespräch, um den Ausbau zu realisieren.

Mehr Kontrolle gefordert

Bundesgrenzschützer wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht

Drei Bundesgrenzschützer müssen sich seit Montag wegen fahrlässiger Tötung eines Asylbewerbers vor dem Amtsgericht Frankfurt am Main verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, den Erstickungstod des Asylbewerbers Aamir A. verschuldet zu haben. Der 30-Jährige sollte im Mai 1999 vom Frankfurter Rhein-Main-Flughafen abgeschoben werden. Die Beamten fesselten den sich stark Wehrenden mit zahlreichen Plastikfesseln, Klettbändern und einem Seil an seinem Flugsitz. Die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl forderte in Anbetracht der ihrer Ansicht nach verschleppten Ermittlungen eine unabhängige Kontrolle solcher Verfahren.

Krieg auf den Dörfern nicht verhindert

Massive Kritik an Entwurf für Gentechnik-Gesetz

Der von Verbraucherschutzministerin Renate Künast vorgelegte Entwurf für ein Gentechnik-Gesetz hat am Montag massive Kritik erfahren. Besonders an den Haftungsregelungen müsse nachgebessert werden, forderten beispielsweise das Öko-Institut und der Deutsche Naturschutzring (DNR). Das Gesetz sichere den Schutz der natürlichen Umwelt und die Existenz einer gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion nicht, monierte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen bei der Anhörung zum Gesetzesentwurf. Es begünstige die Ausbreitung von gentechnisch veränderten Organismen in die Umwelt und sei damit für eine schleichende gentechnische Kontamination der gesamten Nahrungskette verantwortlich.