Negative Überzeichnung
Gibsons "Passion Christi" weckt Angst vor Antisemitismus
Antijudaismus gehöre zur christlichen Schuldgeschichte, befanden die Vorsteher der Religionsgruppen. Die These von einer Kollektivschuld des jüdischen Volkes werde entschieden zurückgewiesen. Die Beziehungen zwischen Christen und Juden seien heute von gegenseitigem Respekt geprägt. Alle Verantwortlichen müssten dafür eintreten, dass diese guten Beziehungen nun nicht beeinträchtigt würden.
Auf Ablehnung stießen bei Huber, Lehmann und Spiegel auch die Gewaltdarstellungen im Film. Das Ausmaß der brutalen Szenen "empfinden wir als überaus verstörend", betonten sie. Zudem verkürze diese Inszenierung die Botschaft der Bibel auf problematische Weise.
Das Erzbistum Freiburg dagegen empfiehlt den Film als "auf die Leinwand gemalte Meditation". Der Streifen sei reich an Allegorien, treffsicher eingestreuten Rückblenden auf das Leben Jesu und an poetischer Kraft, sagte der für Medien zuständige Domkapitular Wolfgang Sauer am Mittwoch in Freiburg. Sauer empfahl den Kinobesuchern, sich von den "Vorurteilen einer Kritik, die den Film in die gängigen Themen und Klischees bannen" wolle, frei zu machen.
Gibsons Epos konzentriert sich auf die letzten zwölf Stunden im Leben Jesu. Insbesondere die Dastellung von Geißelung und Kreuzigung hatten eine breite Kontroverse losgetreten. In den USA allerdings entwickelte sich der Film bereits zum Kassenschlager. Gibson, der sich selbst als tief gläubig bezeichnet, wollte Leiden und Sterben Christi ohne Kompromisse in Szene setzen. Dazu gehörte seiner Auffassung nach auch die exzessive Gewaltdarstellung.
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Am 18. Mär. 2004 unter:
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« Hightech ohne Energieeffizienz - Überall lauert der Stromklau
Umweltorganisationen fordern mehr Urwaldschutz in Norwegen »

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