Forsa-Umfrage
Mehrheit der Bevölkerung ist gegen den Export der Hanauer Atomanlage
IPPNW fordert die Bundesregierung deshalb auf, das Votum der Bevölkerung zu achten und den Export der Hanauer Atomfabrik offiziell zu stoppen. Das Magazin der Spiegel hatte in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, dass regierungsintern die Ablehnung des Exportgeschäftes bereits beschlossene Sache sei, da Außenminister Fischer davon ausgehe, dass mit seiner Partei der Export nicht zu machen sei. Die Herstellung von Mox-Brennelementen und die damit mögliche Produktion von Plutonium stellt nach Ansicht der IPPNW-Ärzte eine massive gesundheitliche Gefahr dar. Nach Ansicht der IPPNW ist es zutiefst unmoralisch, dass ein Weltunternehmen wie Siemens mit solch hochgefährlicher Technik Geld verdienen will.
?Im bevölkerungsreichen China werden die Weichen für die zukünftige Energiepolitik der Welt gestellt. Die Bundesregierung muss den Export von Anlagen zur Herstellung regenerativer Energien an China fördern und nicht Atomanlagen an das Land exportieren?, sagte Hermann Scheer, SPD-Bundestagsabgeordneter und Präsident von Eurosolar auf der Pressekonferenz
Winfried Nachtwei, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, verwies darauf, dass die Anlage von China für den Schnellen Brüter genutzt werden soll, nicht wie bisher angenommen für Leichtwasserreaktoren. ?Schnelle Brüter produzieren Waffenplutonium, das für Atomwaffen genutzt werden. Unter diesen Umständen ist der Exportantrag nicht genehmigungsfähig? sagte Nachtwei.
Die Kampagne ?Hanau selber kaufen? wird unterdessen von neunzehn rot-grünen Bundestags-abgeordneten unterstützt. Unter den sechs SPD-Abgeordnete befindet sich neben Hermann Scheer auch Ernst Ulrich von Weizsäcker. Außerdem unterstützen grüne Landespolitiker aus mittlerweile acht Ländern die Aktion (Bremen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, NRW, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Schleswig-Hostein), daneben über fünfzig grüne Kreis- und Ortsverbände. ?Sollte die Regierung den Export doch genehmigen, wäre dies der Gau für die Koalition?, sagte Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW.
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Am 22. Mär. 2004 unter:
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