Tag des Wassers
Klimawandel macht lebendige Flüsse noch wichtiger
Die Schifffahrt musste eingestellt werden. Atom- und Kohlekraftwerke mussten ihre Leistung deutlich herunterfahren. Speisten die Sommerniederschläge früher unsere Flüsse und Bäche und stellten einen stabilen Kreislauf sicher, verlagern sich diese Niederschläge mehr und mehr in den Winter. Auch die Schmelzwässer aus den Alpen, die ca. 40 Prozent des sommerlichen Rheinabflusses ausmachen, nehmen durch den Rückgang der Gletscher jedoch immer mehr ab.
Frei fließende Gewässer, die sich in Flussschlingen (Mäandern) durch die Landschaft ziehen können und breite Auen zur Verfügung haben, feuchte Wiesen und Moore reduzieren die Hochwassergefahr. Die Deutsche Umwelthilfe begrüßt deshalb das neue Hochwasserschutzgesetz als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Das Gesetz soll zukünftig verhindern, dass immer mehr Fläche versiegelt wird, Industrieanlagen und Gewerbeflächen in die Flussauen gebaut und dadurch erneut Milliardenschäden bei der nächsten Flutwelle entstehen.
Unter der Überschrift "Lebendige Flüsse" arbeitet die Deutsche Umwelthilfe seit 1995 daran, Flüsse und Bäche wieder zu Lebensadern der Landschaft zu machen. Flussrenaturierungen und die Schaffung neuer Überschwemmungsflächen stehen dabei von Beginn an im Mittelpunkt der Aktivitäten. In den Einzugsgebieten von Elbe, Neckar, Werra, Oder, Donau und Rhein hat die DUH erfolgreich Netzwerke aufgebaut. In diesem Jahr startet ein vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördertes Projekt zur Intensivierung der Arbeit in den Netzwerken.
Damit will die DUH einen Beitrag dazu leisten, neue Überschwemmungsflächen und frei fließende Flüsse und Bäche zu schaffen.
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Am 23. Mär. 2004 unter:
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