Urwaldschutz
1500 Kubikmeter indonesisches Sperrholz aus zweifelhaften Quellen in Bremen
"Wir fordern Polizei und Zoll auf, die notwendigen Beweise sofort zu sichern und Maßnahmen gegen den Import von Holz aus illegalen Quellen und Urwaldzerstörung zu ergreifen", sagt Sandra Pfotenhauer, Greenpeace Waldexpertin. "Es ist gut möglich, dass für das Holz in Bremen sogar alle "notwendigen" Papiere vorhanden sind, die das Holz als legal ausweisen. Doch die sind in Indonesien quasi an jeder Straßenecke zu bekommen."
Außerdem fand Greenpeace in den Lagerhallen größere Mengen an Raminholz, das durch das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES geschützt ist. Die Holzart Ramin ist seit August 2001 im Anhang III des Artenschutzabkommens gelistet. Der Handel von Raminholz bedarf daher besonderer Genehmigung. Aus Indonesien darf kein Ramin exportiert werden, es sei denn es ist mit dem Umweltsiegel des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert.
Die Greenpeace-Aktion begann am Dienstag heute in den frühen Morgenstunden. Von einem Verladekran entrollten Kletterer eine Leinwand, auf die Bilder von der Zerstörung der letzten Urwälder projiziert wurden. Sechs Orang-Utan-Puppen, die am Kran befestigt sind, machen auf das Aussterben der Affen durch die Urwaldabholzung aufmerksam. Aktivisten räumten mit Gabelstaplern Sperrholzbretter aus der Lagerhalle und türmten sie auf dem Kai auf. Bremen ist der größte deutsche Umschlagsplatz für Sperrholz aus Indonesien.
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