Wissenschaft

Nur globaler Kurswechsel kann die Klimakatastrophe abwenden

Die Quintessenz zweier ausführlicher Gutachten für das Umwelt- und Verkehrsministerium Baden-Württemberg von Prof. Lutz Wicke und Prof. Jürgen Knebel lautet: "Nur durch eine Ausweitung und Verbesserung des Europäischen Klimagas-Zertifikatehandels und eine strukturelle Änderung des Kyoto-Protokolls in ein Globales Klimazertifikate System (GCCS) ist der Marsch in die Klimakatastrophe noch zu verhindern!" Beide lehren das Wahlpflichtfach "Umweltmanagement" an der ESCP-EAP Europäische Wirtschaftshochschule Berlin.

In ihren Gutachten führen sie aus: Der Vergleich der unbestreitbaren Prognosen des größten und fundiertesten Klima-Wissenschaftlergremiums Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und der Internationalen Energieagentur (IEA) lässt nicht den geringsten Zweifel: Die Menschheit steuert direkt in die Klimakatastrophe hinein!

Leider agiere die kostenträchtige deutsche Klimapolitik in einem weitgehend unwirksamen Weltklimaschutzsystem, in dem sie keinen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann! Noch gebe es einen Ausweg: Mit einem marktwirtschaftlichen, weltweit wirkenden Anreizsystem mit globalen Klima-Zertifikaten auf Basis von Kyoto sei die Klimakatastrophe noch vermeidbar!

Unter anderen auf Basis der (gemischten) Erfahrungen mit dem europäischen Emissionshandelssystem wurde das GCCS gründlich bis zur 'prinzipiellen Anwendungs-reife' entwickelt. Unabhängig von den wichtigen Anstrengungen zur Ratifizierung des Kyoto-Protokolls - alle Beteiligten müssen 'Klartext' sprechen: Ohne eine "strukturelle Änderung" dieses Protokolls (spätestens ab 2013) seien alle teuren Klimaschutz-Anstrengungen nur ein "Tropfen auf den heißen Stein" beim Kampf gegen die gefährlichen Störungen des Klimasystems und dann - leider - vergeblich! Mit dem GCCS kann und muss dieser Zustand geändert werden.

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