"Tour de France" am 24. April
Protestaktionen nach Pannenserie im AKW Fessenheim
Diese mehr als dürftigen Aussagen erlaubten keine seriöse Bewertung des x-ten Störfalls in einer langen Pannenserie. "Es handelt sich bei Fessenheim aber nicht um eine Wurstfabrik bei der ein Unfall nur einige wenige Menschen beträfe. Ein schlimmer Unfall in Fessenheim und jedem anderen AKW würde einen Teil Zentraleuropas auf Dauer unbewohnbar machen", sagt BUND Geschäftsführer Axel Mayer. Die verschleiernden Aussagen der Betreiber ließen alle technischen Fragen offen und darum nur an einer Stelle seriösen Widerspruch zu. "Bedenkliche Mängel im AKW Fessenheim sind keine "Anomalie" wie die EDF sagt, sondern zwischenzeitlich eher "Nomalie" also bedrohliche Normalität und Alltag".
Ministerpräsident Teufel solle sich lieber um den Zustand der AKW in Baden-Württemberg und in Grenznähe kümmern, statt sich als Atom Lobbyist und Kämpfer gegen Windmühlenflügel zu betätigen. Jetzt gilt es Druck auf die EnBW auszuüben, die Mitverantwortung für Fessenheim trägt, von dort Strom bezieht und die neuen Euroreaktoren mitfinanziert.
Die französische Umweltbewegung wird mit einer landesweiten Protestaktion auf die Gefahren der AKW und auf den drohenden Zubau neuer Euroreaktoren aufmerksam machen. Am 24. April, also genau in einem Monat, startet die "Tour de France" von Sortir du nucleaire am maroden elsässischen AKW Fessenheim. Am gleichen Tag werden auch badische Umweltgruppen und Bürgerinitiativen diese Aktion unterstützen.
Fahrradtouren ab Müllheim, Freiburg und von vielen anderen Orten zur Unterstützung der französischen Umweltschützer nach Fessenheim und eine Kundgebung in Breisach sind geplant.
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