Rückstände von Antibiotika und Bienenabwehrmitteln
Stiftung Warentest rügt Honig-Qualität
Die Leiterin der Studie, Birgit Rehlender übte Kritik an der neuen Honigverordnung. Vom Sommer an muss die Herkunft des Honigs auf dem Etikett stehen. Da jedoch auch gefilterter Honig, dem zuvor Fremdstoffe und Pollen entzogen werden können, verkauft werden darf, sei der Manipulation Tür und Tor geöffnet, warnte Rehlender.
Zweimal entdeckten die Experten den krebserregenden und erbgutschädigenden Stoff Nitrofuran, der in der Europäischen Union seit 1995 verboten ist. Auch andere Antibiotika, deren Einsatz in der Bienenzucht in Deutschland nicht erlaubt ist, wurden gefunden. Von Antibiotikarückständen seien auch zwei Bio-Produkte betroffen. Die belasteten Honigsorten gelangten in den meisten Fällen über den Import aus Südamerika und Osteuropa auf den deutschen Markt, sagte Rehlender. "Alle Honige, in denen wir Antiobiotikarückstände gefunden haben, hätten nicht verkauft werden dürfen", fügte sie hinzu.
In einigen Sorten fanden die Kontrolleure so genannte "Bee Repellents". Die Imker setzen solche Mittel ein, um die Bienen zu vertreiben und schneller und einfacher an den Honig zu gelangen. In dem Lebensmittel hätten diese Fremdstoffe aber nichts zu suchen, betonte Primus. In zwölf Fällen seien zudem Geruch und Geschmack nicht zufriedenstellend gewesen.
Die Stiftung Warentest bemängelt auch den häufigen Etikettenschwindel bei den so genannten "Sortenhonigen". Sieben von 15 als Akazien-, Raps- oder Tannenhonig ausgelobten Produkte seien nicht sortentypisch gewesen. Sortenhonige sind im allgemeinen teurer als Mischblütenhonige.
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Am 25. Mär. 2004 unter:
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