Inselstaaten kämpfen mit Müllbergen
Rasante Zunahme von Abfall in isolierten Regionen
Die kleine zentralpazifische Insel Nauru dient oftmals als Beispiel: Der Küstenstreifen der fast kreisrunden 21 Quadratkilometer großen Insel erscheint von oben in blaugrün, weil sich auf den Stränden Tausende leere Bierdosen stapeln. Die Wegwerfgesellschaft bedroht nach Angaben der UNEP aber auch durch die Zunahme von Schädlingen wie etwa Ratten und Moskitos, die in leeren Gefäßen optimale Brutherde finden, die Gesundheit der Bevölkerung. Die UNEP soll gemeinsam mit anderen UN-Organisationen den Zwergstaaten dabei helfen, ihre Sorgen mit dem Zivilisationsmüll besser in den Griff zu bekommen. Viele der Inseln sind in den vergangenen Jahren zu wahren Tourismusmagneten geworden. Tourismusmanager befürchten jedoch, dass die zahlreichen wachsenden Müllberge die Fremden in Zukunft davon abhalten könnten, wieder zu kommen.
Die tatsächlichen Zahlen über die Behandlung von Abwässern in den Inselnationen lassen den Beobachtern die Haare zu Berge stehen. Nach einem Bericht, der über die Probleme kleiner Inselnationen berichtet, rinnen in der Karibik 90 Prozent der Abwässer unbehandelt in Flüsse und ins Meer, in machen Inseln des nordöstlichen Pazifik sind es sogar 98 Prozent. Aber nicht nur bei Inselstaaten, die durch ihre Isolation und ihre Größe benachteiligt sind, gibt es so große Probleme: Ein kurzer Spaziergang entlang der Küste der Fidschianischen Hauptstadt Suva macht deutlich, dass auch hier die meisten Abfälle trotz einer städtischen Müllabfuhr ungenügend, falsch und ungenau entsorgt werden. Die Bucht um Suva ist durch toxischen Müll vergiftet und Behörden haben das Fischen dort gesetzlich verboten.
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Am 30. Mär. 2004 unter:
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