Seminar am 20./21. März
Jugendliche recherchieren zum Atommülllager Morsleben
Da nur eine kritische Öffentlichkeit sicherstellen kann, dass nicht eine schlechte und billige Stillegungsvariante gewählt wird, wollen Greenkids und andere Initiativen in der nächsten Zeit verstärkt über das Endlager informieren. Die Greenkids führen deshalb Recherchen in diversen Archiven und bei früher aktiven Umweltgruppen. Ziel ist es, die einzelnen Etappen des Endlagers zu dokumentieren und in den Kontext der jeweiligen Politik zu stellen.
Heute lässt der Blick zurück viele Entscheidungen und Verfahrensweisen in der Auseinandersetzung um den Betrieb des ERAM in einem anderen Licht erscheinen. Solche Zusammenhänge sollen am Ende der Aufarbeitung aufgezeigt und belegt werden. Aus den verhältnismäßig aufwendigen Untersuchungen sollen verschiedene Publikationen in Form von Internet-Präsentationen, Broschüren und einer Wanderausstellung entstehen. Gedacht ist auch an ein wissenschaftliches Kolloquium, das sich kritisch mit den möglichen Stillegungsvarianten auseinandersetzt. Den Beginn der erneuten Auseinandersetzung mit den Risiken der Atommüll- Lagerung in Morsleben bildet ein Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung am 20./21. März im Ökozentrum Magdeburg.
Dort treten u.a. Dr. M. Mehnert vom Bundesamt für Strahlenschutz, Jürgen Kreusch von der Gruppe Ökologie Hannover und die Bürgermeister von Helmstedt und Beendorf auf. Die Anmeldung kann bei der Friedrich-Ebert-Stiftung telefonisch unter 0391-568760 oder per E-Mail an info.magdeburg @ fes.de erfolgen.
"Morsleben ist für die Endlagerung von Atommüll ungeeignet, das sagt mittlerweile selbst die Betreiberin, das BfS. Darum wurde die Einlagerung von radioaktiven Materialien beendet", sagt ein Aktivist der Greenkids. "Wenn das ERAM aber zu unsicher für weiteren Atommüll ist, gilt das auch für die darin befindlichen Abfälle. Der Atommüll kann dort nicht für tausende von Jahren sicher gelagert werden."
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