Kostenlos und besser als Microsoft Office

Freies Office-Paket OpenOffice in Version 1.1.1 erhältlich

Die Office-Suite OpenOffice.org steht ab sofort in der Version 1.1.1 in Deutsch zum kostenlosen Download bereit. Das Büro-Software-Paket hat in verschiedenen Tests von Fachzeitschriften kommerzielle Programme wie Microsoft Office um Längen geschlagen. Die neue Version bringt vor allem mehr Komfort für die Anwender mit. Mit dem integrierten Autopiloten DicOOo etwa können Nutzer die 78 verfügbaren Sprachversionen der Rechtschreibprüfung, des Thesaurus sowie der automatischen Silbentrennung einfach nachträglich installieren.

Das deutschsprachige Projekt stellt ergänzend dazu eine umfassende Pro-Box als direkt auf CD brennbare ISO-Datei mit beiliegenden Wörterbüchern bereit. Dazu gehören zudem alle frei nutzbaren Anleitungen sowie Vorlagen und Cliparts.

Zu OpenOffice gehören die Textverarbeitung Writer, die Tabellenkalkulation Calc, das Präsentationsprogramm Impress sowie das Grafik- und Zeichenprogramm Draw. Weitere Module sind der Formeleditor Math, der HTML-Editor sowie verschiedene Datenbankwerkzeuge.

Vergleichstests von Computer-Fachzeitschriften bescheinigen dem kostenlosen Software-Paket eine sehr gute Bedienbarkeit. Während wissenschaftliche Arbeiten mit dem Marktführer Microsoft Office wegen ständiger Abstürze beispielsweise kaum zu erstellen sind, schlug sich OpenOffice in einem Test der Computerzeitschrift c't bravourös. Das Präsentationsmodul Impress bringt zwar über weniger Funktionen mit als Microsofts PowerPoint, ist dafür aber erheblich besser zu bedienen und bringt verfügt über fast jeden benötigten Effekt. Nur der Datenbank Access kann OpenOffice keine erst zu nehmende Konkurrenz entgegensetzen.

Dafür OpenOffice mit einigen Funktionen prahlen, die sonst teuer hinzuzukaufen sind, wie etwa der Export in die Formate PDF und Flash. Nahezu hundertprozentig exakt arbeitende Im- und Exportfilter erlauben den problemlosen Datenaustausch mit Nutzern anderer Büro-Pakete. Nur der Export ins WWW-Format HTML funktioniert - wie bei praktisch jeder Textverarbeitung - nur mit nur wenig komplexen Dokumenten brauchbar.

Die neue Version bringt vor allem Korrekturen für eine Reihe kleinerer Fehler und einen besseren Komfort bei der Installation von Zusatz-Modulen. OpenOffice steht für private wie für professionelle Anwender mitsamt Quelltext für Windows (ab 98), Linux, Mac, Solaris und FreeBSD zur Verfügung.

Obwohl die Software kostenlos ist und von einer Vielzahl von Programmierern gemeinsam und teils ehrenamtlich programmiert wird, bleiben Anwender bei Schwierigkeiten nicht im Regen stehen. Auf Mailinglisten gibt es meist kurzfristig die Lösung für auftretende Probleme, und gegen Bezahlung bieten zahlreiche IT-Dienstleister wie Sun Microsystems Support. Sun verkauft eine leicht ergänzte Fassung von OpenOffice mit CD, Handbuch und Anrecht auf Support als StarOffice für rund 80 Euro - ein Bruchteil dessen, was Microsoft für sein Office haben will.

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