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Verbraucherverbände für Ende der Steuersubventionen für Geländewagen

15 Liter auf 100 Kilometer

Die Verbraucherverbände in Deutschland fordern die Bundesregierung auf, die Steuerbegünstigungen für schwere Geländewagen aufzuheben. Damit solle die zunehmende Verbreitung dieser umweltgefährdenden Fahrzeuge im Straßenverkehr gestoppt werden, sagte die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Edda Müller, der "Berliner Zeitung". Rot-Grün habe bisher nichts unternommen, "um die Entwicklung in Richtung dieser Diesel-Panzer zu stoppen".

Müller bemängelte vor allem, dass die Autohersteller nicht verpflichtet seien, den Spritverbrauch ihrer Fahrzeuge klar auszuweisen. Die Geländewagen verbrauchten häufig 15 Liter Kraftstoff oder mehr im Stadtverkehr. Außerdem sei nicht hinnehmbar, dass Wagen wie der VW Touareg, der BMW X5 oder der ML 270 von Mercedes nicht wie normale Pkw, sondern steuerbegünstigt als leichte Nutzfahrzeuge zugelassen werden. "Ich halte das für skandalös", sagte Müller. Teilweise würden die Autos von den Herstellern sogar extra schwer konstruiert, damit sie mehr als 2,8 Tonnen wiegen und als Nutzfahrzeuge gelten. "Dabei sieht doch jedermann, dass es sich hier um Personenwagen handelt. Hier muss die Kraftfahrzeug-Zulassungsverordnung geändert werden", forderte Müller.

Schwere Geländewagen verkaufen sich derzeit sehr gut. Sie gelten trotz ihres enormen Verbrauchs und großer Sicherheitsrisiken vielen Autofahrern als Statussymbol. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes nahm die Zahl der Geländewagen letztes Jahr deutlich zu. Anfang 2004 waren demnach auf Deutschlands Straßen 830 000 derartige Fahrzeuge unterwegs. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Zunahme um zwölf Prozent.

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