DDR-Stasi

CIA hält offenbar "Rosenholz"-Dateien zurück

Die so genannten "Rosenholz"-Dateien mit den Namen westlicher Stasi-Agenten sind offenbar vom US-Geheimdienst CIA nicht vollständig an Deutschland übergeben worden. Wie der Sprecher der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Christian Booß, der "Bild am Sonntag" sagte, fehlten 242 Statistikbögen. Die Birthler-Behörde hat bereits das Bundeskanzleramt informiert.

Die Statistikbögen sind dem Bericht zufolge ein wichtiges Hilfsmittel, um Spione aus der "Rosenholz"-Datei zu identifizieren, da die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) der DDR nicht nur Spitzel, sondern auch Namen aus dem Umfeld der Inoffiziellen Mitarbeiter erfasst habe. Nur etwa zehn Prozent der in der Kartei erfassten Personen haben nach Schätzung der Birthler-Behörde für die Stasi spioniert.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld forderte die US-Regierung auf, die Statistikbögen herauszugeben. "Die fehlenden Rosenholz-Akten müssen den deutschen Behörden umgehend übergeben werden, damit wir dieses Kapitel in absehbarer Zeit abschließen können", sagte Lengsfeld der Zeitung.

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