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Krankheiten bei Meeresbewohnern nehmen zu

Langzeitstudie

Die Krankheiten bei Meeresbewohnern nehmen zu. Das belegt eine Langzeitstudie der Cornell University und des National Center for Ecological Analysis and Synthesis (NCEAS). Die Studie zeigt, dass vermehrt Krankheiten bei Meeresbewohnern wie Säugetieren, Weichtieren und Seeigeln, jedoch nicht Fischen, auftreten. Grund hierfür sei jedoch nicht die Abnahme der Krankheiten bei Fischen, sondern die Abnahme der Fischbestände selbst, so die Forscher. Zurückzuführen sei dies auf Überfischung der Meere und andere Faktoren. So litten beispielsweise Meeresschildkröten immer häufiger an Tumoren, die von einem Herpesvirus ausgelöst wurden.

Weichtiere, wie zum Beispiel gezüchtete Austern, wiesen immer häufiger Stresssymptome aus, die durch Klimaveränderung und Aquakultur-Praktiken hervorgerufen werden können. Einzig Seegras und Haie zeigten keinen Anstieg von Krankheiten. Auch unter ihnen gebe es zwar Krankheiten, sie schienen jedoch nicht im Steigen zu sein.

Jessica Ward, Doktoratsstudentin der Cornell University und Hauptautorin der Studie, stellt zu den rückläufigen Fischbeständen folgenden Vergleich an: "Ohne Zweifel gibt es immer weniger Fälle von Lungenentzündung bei Veteranen des zweiten Weltkrieges, das heißt jedoch nicht, dass die Veteranen gesünder werden. Sie werden einfach weniger, und genauso ist es auch mit Fischbeständen." Tatsächlich gebe es unter einigen Fischspezies nur noch so wenige Exemplare, dass keine Untersuchungen über einen Anstieg der Krankheiten mehr möglich sind.

Die Ergebnisse der Studie werden im Magazin Public Library of Science Biology veröffentlicht.

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