Xenotransplantation

Deutsche Forscher wollen erstmals multitransgene Schweineorgane herstellen

In der Öffentlichkeit ist es still geworden um die Xenotransplantation. In den vergangenen zwei Jahren sind US-Forschern mit genetisch humanisierten Schweineorganen erstmals wichtige Fortschritte gelungen, teilt die deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit. In einem seit April laufenden, neuen DFG-Projekt wollen deutsche Forscher dazu erstmals "multitransgene" Schweine herstellen. Mit humanisierten Schweineorganen wollen sie in Affenversuchen deren Tauglichkeit und Sicherheit für einen eventuellen klinischen Einsatz beim Menschen testen.

Nachdem die hyperakute Abstoßung transgener Schweineorgane erstmals für längere Zeit nach der Transplantation auf Affen unterdrückt werden konnte, suchen deutsche Forscher nun nach molekularen Wegen, im Transplantationsversuch auf Affen die nach Tagen einsetzenden akuten Gefäßreaktionen (Acute Vascular Reaction) gegen das fremde Organ beherrschen zu lernen.

Im Blick haben die deutschen Forscher dabei auch die Risiken einer Xenotransplantation. Die Gefahr einer potentiellen Übertragung von Schweineviren auf den Menschen hatte Ende der 90er Jahre medizinethische Debatten ausgelöst. Auf der WPK präsentieren Forscher inzwischen gewonnene experimentelle Daten, die das Risiko einer potentiellen Übertragung von Schweineviren auf den Menschen besser abschätzen helfen.

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