Großflächiger Anbau in Sachsen-Anhalt gestartet
EU-Verbraucherkommissar will neuen Gen-Mais zulassen
Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen stimmten Irland, die Niederlande, Finnland, Schweden, Großbritannien und Italien für die Zulassung des Gentechnik-Produktes, während sich Dänemark, Griechenland, Frankreich, Luxemburg, Österreich und Portugal dagegen aussprachen. Deutschland, Belgien und Spanien enthielten sich der Stimme. In Den Haag protestierten rund 70 niederländische Umweltschützer gegen die Zulassung von Gentechnik-Pflanzen.
"Ich halte eine Zulassung für richtig, der Mais ist wissenschaftlich analysiert worden und er ist klar gekennzeichnet", sagte Byrne in der Dienstagsausgabe des Berliner "Tagesspiegel". "Nach bisherigem Stand der Wissenschaft besteht kein Zweifel: Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind genauso sicher wie herkömmlich produzierte", sagte Byrne. Mit der seit einer Woche geltenden Kennzeichnung von Genfood habe der Verbraucher "die Wahl". Die Kommission habe dafür gesorgt, dass "alle Nahrungsmittel klar kenntlich gemacht werden müssen".
Byrne kritisierte die deutsche Agrarministerin Renate Künast, die mit dem EU-Gesetz wegen der mangelnden Kennzeichnungspflicht für Eier, Fleisch und Milchprodukte nicht zufrieden ist: "Die Ministerin war selbst in dem Agrarministerrat, der im vergangenen Herbst für die neue Gesetzgebung gestimmt hat. Sie hat diese Regelung gewollt, nun sollte sie sich daran halten", sagte Byrne.
In Sachsen-Anhalt startete unterdessen der großflächige Anbau von gentechnisch verändertem Mais, sagte ein Sprecher des Landeswirtschaftsministeriums. Das Land will in den nächsten Jahren 100 Millionen Euro für die Förderung der Gentechnik bereitstellen. Dagegen fordert das Aktionsbündnis "Keine Gentechnik auf Sachsen-Anhalts Feldern" einen Volksentscheid. 72 Prozent der Befragten hätten sich Ende letzten Jahres gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel ausgesprochen.
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Am 26. Apr. 2004 unter:
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